Montag, 19. Mai 2008

Bring- und Holtag

Wie erging es uns bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?

Zum Teil machte es uns etwas Mühe, Gegenstände mitzunehmen. Bei einigen fiel es uns leichter, bei anderen weniger leicht. Dazu kommt, dass wir ja nicht nur den Gegenstand, sondern auch die Zeit, die wir mit dem Gegenstand verbrachten, mitbrachten und uns davon trennten.

Nach welchen Kriterien wählten wir Gegenstände aus?

Bei den Gegenständen, die wir mitbrachten, wählten wir möglichst nützliche Dinge aus, damit die anderen einen Anreiz hatten, etwas mitzunehmen.

Bei der Auswahl der Dinge, die die anderen mitgebracht hatten, wählten wir nach persönlichem Interesse und Geschmack aus. Kriterien waren zum Beispiel der Zustand der Dinge (alt / neu, gebraucht / ungebraucht) oder das Aussehen.


Nehmen wir sie schweren / leichten Herzens mit?

Je nach Erinnerung, welche wir mit dem Gegenstand verbinden, fiel es uns leichter oder schwerer, uns vom Gegenstand zu trennen.


Was löste die Bring- und Holaktion bei uns aus?

Zum Teil hatten wir alle Hemmungen, diese Dinge einfach mitzunehmen. Andererseits hatten wir auch unseren Beitrag an die Aktion geleistet. Wir mussten uns etwas an die Situation gewöhnen, dann ging das mit dem Mitnehmen eigentlich gut.


Was empfinden wir dabei, wenn unsere Gegenstände liegen bleiben?

Es ist schon ein spezielles Gefühl, wenn der Gegenstand, von dem wir uns mit Überwindung trennten, achtlos liegen bleibt. Trotzdem wollen wir diese Gegenstände nicht mehr mit nach Hause nehmen, schliesslich haben wir uns emotional davon getrennt...


Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt?

Wir habe alle mehr genommen als gebracht. Zu Beginn hatten wir etwas Skrupel damit, aber als wir sahen, dass die meisten Leute nichts mehr nahmen und sich schon in der Mensa befanden, nahmen wir halt doch noch ein paar Dinge mit.


Bring- und Holaktion in der Schulpraxis?

Ein Bring- und Holtag könnte im ähnlichen Stil wie an der PH umgesetzt werden. Es müssten dabei jedoch auch die Eltern einbezogen werden. Toll wäre das vielleicht im Rahmen eines ganzen Schulhauses, damit diese Tauschaktion etwas grösser werden würde.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Nachhaltiges Projekt: Müll sammeln im Eselschwanz

Am Mittwochmorgen machten wir uns auf den Weg in das Natur- und 
Landschaftsschutzgebiet Eselschwanz in St. Margrethen. Um etwa 8.30 Uhr ging es los: Wir teilten uns auf, um verschiedenen Wege parallel abzusuchen. Überraschenderweise fand die Gruppe, welchen den schmalen Weg durch den Wald säuberte, mehr Abfall als diejenige, welche den Kiesweg bearbeitete.

Unter unseren Fundstücken befanden sich auch Farbdosen, welche sogar noch Farbe enthielten. Glücklicherweise waren sie aber noch nicht ausgelaufen.

Des Weiteren wurden wir glückliche Besitzer von Plastiksäcken und Nastüchern. Am Schluss hatten wir 4 Plastiksäcke voll mit Abfall, welchen wir in einer Mülltonne entsorgten.

Uns fiel auf, dass an einigen Stellen keine Mülleimer angebracht waren: Dort fand sich dann auch entsprechend eine grössere Menge an Abfall. Dies könnte durch die Investition in einige weitere Mülleimer vermindert werden.

Wir schreckten selbst vor der Säuberung des Sees nicht zurück: kopfüber in der Luft hängend sammelte Linda Bischof Styroporteilchen, gehalten wurde sie von den starken Männern Vasco Selm und Daniel Capovilla :)


Freitag, 11. April 2008

Liebe Studierende, ich lese Ihre Posts mit Interesse. Einerseits stelle ich eine sehr engagierte Auseinandersetzung mit den Themen fest, andererseits werden – natürlich berechtigt - immer wieder auch kritische Beiträge gepostet.

Der Artikel von Herz ist eher komplex. Die umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit verlangt aber eine minimale, aber durchaus grundlegende Wissenschaftsorientierung. So scheint die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.
Wenn Sie die Nachhaltigkeit mit dem Bewusstsein angehen, das es sich hier ja nicht um ein „Schulfach“, ein „Thema“ handelt, sondern eine Notwendigkeit und Strategie, das zukünftige existieren des Ökosystems zu garantieren, dann kann Nachhaltigkeit auch nie abgearbeitet sein, wie das ein „Thema“ sein kann und kann insofern – mindestens in meinen Augen – nicht langweilig werden.

Freundliche Grüsse, Michael Zahner

Montag, 7. April 2008

Dramaturgische Bearbeitung des Themas Nachhaltigkeit

Ich habe mir überlegt, wie Kinder zu begeistern sind. In meinen vergangenen Praktika habe ich festgestellt, dass die Kinder Rollenspiele über alles lieben.
So könnte man zum Beispiel mit den Kinder ein Theaterspiel mit verschiedenen Rollen ausarbeiten. Dieses Stück würde dann auch aufgeführt werden. So befassen sich die Kinder automatisch mit einem Thema, ohne dass sie es merken.
Eine anderes Beispiel wäre eine politische Diskussion. Man könnte den Kindern verschiedene Rollen verteilen, die sie dann in einer Diskussionsrunde spielen könnten.

Mehrperspektivität im Bereich Nachhaltigkeit

Ich finde, auch das Thema Nachhaltigkeit sollte mehrperspektivisch aufgegriffen werden und Fächerübergreifend stattfinden. So könnte ich mir gut vorstellen, dieses Thema gestalterisch umzusetzen oder sogar musikalisch zu untermalen. Über diese Fächer erhalten die Kinder einen viel kreativeren Zugang zum Thema. Und weil viel aus ihren eigenen Ideen entstehen kann, bildet sich auch Wissen, das anhält.

Grenzerfahrung zur Nachhaltigkeit

Ich habe mir mal überlegt, wie man den Kindern die Nachhaltigkeit nahe bringen könnte.
Mir ist aufgefallen, dass viele Kinder und auch Erwachsene, sogar Tiere, über Grenzerfahrungen lernen. Sie müssen den Abgrund sehen, um zu wissen, wo er sich befindet.
Vielleicht wäre es ein nachhaltiger Versuch, mit den Kindern in ein Gebiet oder Land zu reisen, das sich umwelttechnisch an der Grenze bewegt. Durch eine solche Realerfahrung würden die Kinder ein starkes Bewusstsein für die Umwelt entwickeln...
Die Umsetzung eines solchen Experimentes ist eine andere Sache :-)

Auseinandersetzung mit der Zwangsbeziehung zur Nachhaltigkeit

Ich sitze da 
ganz alleine - Jahr für Jahr
finde kaum ein offnes Ohr 
Bleibe vor verschlossnem Tor
Und plötzlich scheint die Sonne
von allen Seiten leuchtet's hell
doch kann ich diese Wonne
halten im scharfen Grell?
Ist's nicht zu viel das will
zu viel das muss?
Ein gewisser Überdruss
Ist gewiss des Todes Kuss.
Drum will ich mich entziehn
will von den Strahlen fliehn.
Versuch dem Drang zu widerstehn
Versuch den Zwang zu hintergehn.
Wenn ichs heil übersteh
kann ich weiter aufrecht gehn...

Wertvolle Zeilen?

Diese Zeilen sind geschrieben
wer sie liest, bestäubt' mit Leben.
Hoch modern und virtuell
verliert das Buch den Stabe schnell.
Nichts das bleibt, in Ewigkeit
Nur gemeint für Nachhaltigkeit.
Die Hoffnung weicht am Schluss
so ein weiser Gruss,
doch hoffe ich auf Taten
die verschmelzen im Gesagten.
So bleibt für mich das Wort,
regungslos am selben Ort.
Nichts kommt weiter
verlässt die Leiter 
in Höhen, die nie scheitern.

Auftrag 2

Didaktische Prinzipien auf dem Plakat Wald und Menschen:


Handlungs- und Reflexionsorientierung

Die Kinder stellten drei Akteuren im Wald (Künstler, Förster, Jäger) Fragen. Hier handelten die Kinder. Die Ergebnisse davon wurden im Schulzimmer aufgenommen und reflektiert.


Entdeckendes Lernen

Als Einstieg ins Thema Wald gingen die Kinder in den Wald. Diese Aktion wurde wöchentlich während dem Thema Wald wiederholt. So lernten sie den Wald mit allen Sinnen kennen.


Vernetzendes Lernen

Die Kinder lernen drei Personen kennen, die im Wald agieren. Ein Künstler, Förster und ein Jäger erzählen ihre Perspektive in Bezug auf den Wald. So lernen die Kinder, dass der Wald verschiedene Bedeutungen für Menschen haben kann und vernetzen dieses Wissen. 


Zugänglichkeit

Das Thema Wald ist für Kinder sehr geeignet, da er Teil ihrer Realität und ihres Erlebnisraumes / Interesses ist. Aus dieser Zugänglichkeit sind sie womöglich intrinsisch motiviert, den Wald zu thematisieren.


Partizipationsorientierung

Durch die Waldbesuche und die Gespräche mit den Akteuren wird dem Kind klar, dass jede Handlung eine Auswirkung auf ihre Umwelt hat.


Verbindung formales - materiales Lernen

Was handelnd bearbeitet wurde (materiales Lernen), wird später im Schulzimmer thematisiert und reflektiert (materiales Lernen).

Auftrag 1

Welche Teilkompetenzen einer BNE wurden mit der Unterrichtseinheit angestrebt (Analyse der auf dem Plakat angegebenen Lernziele):

a.4.) Sie kennen verschiedene maßgebende Faktoren, die die gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen und wissen, dass diese Entwicklung aktiv gestaltet werden kann.

a.3.) Sie können ihre eigene Verantwortung für die Bestimmung der Ziele der gesellschaftlichen Entwicklung reflektieren.

a.6.) Sie können verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen und die Legitimität von Bedürfnissen diskutieren.

b.2.) Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.

b.5) Sie sind in der Lage, Zielkonflikte und -harmonien innerhalb und zwischen den für die Idee der Nachhaltigkeit relevanten Ziel-Dimensionen sowie zwischen zwischen gesamtgesellschaftlichen und akteurspezifischen Interessen zu erkennen.

c.1) Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen.

c.2) Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und Perspektiven verschiedener Akteure zusammenführen.

c.4) Aus gleichem Wissen resultieren verschiedene Entscheidungen; sich davon nicht beeinträchtigen lassen.

c.5) Eigenes Wissen einschätzen und Wissen der Anderen in Beziehung setzen.

d.4) Wie einen eigenen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und entscheiden, ob Einsatz sinnvoll?

d.5) Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

g.2) Entscheidungen zugunsten des Gemeinwohls zu akzeptieren, auch wenn sie eigenen Interessen und Zielen zuwiderlaufen.

g.5) Eigene Meinung begründen und vertreten.

g.6) Argumente anderer unvoreingenommen prüfen und eventuell eigene Argumente revidieren. 




Feuer

Fast schon ein bisschen traurig, aber ich muss gestehen, dass ich keine Zeit hatte bzw. mir keine Zeit genommen hatte, bewusst in die Natur zu gehen und darauf zu achten, wie ich mich fühle.

Es kam immer sehr viel dazwischen, und wenn ich mal Zeit gehabt hätte, war es zu kalt oder zu nass oder beides oder ...

Ich möchte aber doch von einem Erlebnis berichten, welches wirklich immer sehr eindrücklich ist. Und zwar haben Vandon und ich wieder einmal nach langer Zeit ein Feuer draussen in einer Feuerstelle entfacht, und zwar mitten in der Nacht. Feuer sind für mich etwas vom Faszinierendsten, was es gibt, und so war auch dieses Feuer etwas ganz Besonderes. Es wärmt, wenn es rundherum eisig kalt ist, es erhellt die Umgebung und vertreibt die Dunkelheit. Und doch hat es etwas Mystisches an sich. Ich kann jeweils stundenlang einfach ins Feuer starren und denke dabei an nichts, das Feuer zieht mich einfach in seinen Bann. In diesen Stunden kann ich Energie tanken und fühle mich frei...

Sonntag, 6. April 2008

Malwettbewerb für Kinder

Wie in meinen Kommentaren schon erwähnt, finde ich die Thematisierung der Nachhaltigkeit in der Schule zum Teil gekünstelt. Die Kinder wissen zum Teil genau, welche Erwartungen die Lehrperson an sie stellt und deshalb schreiben sie in ihren Aufsätzen zum Beispiel vom Klimawandel. Aber wirklich etwas davon spüren tun sie - zumindest in unserer Gesellschaft - nichts davon.
Wieder komme ich nun auf den Malwettbewerb zum Welt-Umwelttag 2007 zu sprechen (siehe National Geographic April 2008). Es ist sehr eindrücklich, wie Kinder ihr Verständnis zum Klimawandel sehr kreativ zu Papier bringen. Ich denke, für eine Lektion(sreihe) zum Thema Klimawandel könnte man diese Bilder sehr gut verwenden - schliesslich sind sie von Kindern gemalt und regen die Klasse vielleicht zu Diskussionen und schliesslich zu eigenen Produktionen an. Es wäre sicher ein geeigneter und für das eine oder andere Kind vielleicht sogar ein packender Einstieg in dieses Thema. Man könnte die Kinder auch solche Bilder zeichnen und malen lassen und zum Schluss eine Ausstellung machen - so werden vielleicht sogar andere Klassen auf dieses Thema aufmerksam gemacht.

Aktuelles National Geografic!!

Zur Nachhaltigkeit in den Medien habe ich einen interessanten Artikel im aktuellen National Geografic (April 2008) gelesen:
Kinder aus 104 Ländern haben für den Malwettbewerb zum Welt-Umwelttag 2007 Bilder gemalt, die den Klimawandel thematisieren. Ich finde es sehr interessant, wie sehr junge Menschen mit dieser Thematik umgehen. Das folgende Bild hat die 11-jährige Schülerin Charlotte Sullivan gemalt. "Alle Mächtigen der Welt, symbolisiert durch die Figur rechts, können nicht verhindern, dass die Erde aus den Fugen gerät. Jeder Einzelne ist nun aufgerufen, durch sein Handeln etwas gegen den Klimawandel zu tun." Dieses Mädchen hat die Zerstörung der Erde durch den Menschen sehr schön und vor allem originell dargestellt! Ich denke, solche Aktionen hinterlassen einen viel bleibenderen Eindruck bei uns, als "nur" Berichte und wissenschaftliche Tatsachen, die Erwachsene uns näher zu bringen versuchen. Andererseits finde ich es auch ein bisschen traurig, dass uns Kinder darauf aufmerksam machen müssen, wie rücksichtslos wir mit der Erde umgehen...

Natur um mein Zuhause

Und nomol än verspötätä Post:
In den letzten zwei Wochen machte ich viele Spaziergänge mit den Hunden, da meine Eltern in den Ferien sind. Spannend daran fand ich einerseits, wie das Wetter meine Stimmung beeinflusste. Nicht so, dass ich im Regen schlechte und in der Sonne schlechte Laune hatte, aber ich fühlte mich einfach sehr unterschiedlich. Und in den letzten Wochen war das Wetter ja ziemlich unterschiedlich... Der April macht was er will (und manchmal auch der März) :-)
Auch hat mich beeindruckt, wie die Vögel auf die Tageszeit reagieren. Vielleicht meine ich das auch nur, aber am Morgen empfand ich den Gesang der Vögel als intensiver als am Nachmittag oder Abend. Oft blieb ich stehen und freute mich, den Gesang der verschiedenen Meisen, bunter und grüner Spechte, Kleiber, Amseln, Krähen und so weiter zu hören oder diesen Vögeln bei unterschiedlichen Tätigkeiten zuzuhören.
Weitere Tiere, welche ich in letzter Zeit beobachten konnte, war ein Igel, ein Dachs, Rehe und ein Fuchs. Ich freue mich immer, wenn ich auch nachtaktive Tiere sehen kann.
Da wir sehr auf dem Land wohnen, hat die Natur und vor allem auch die Tiere einen wichtigen Platz in meinem Leben. Ich geniesse es, am Abend nach Hause in die Ruhe der Natur zu kehren :-)

Glitzerstifte

Vor einigen Tagen war ich bei meiner Cousine zu Hause. Sie ist 8 Jahre alt und besitzt ziemlich viele Spielzeuge. Unter anderem lag da auf ihrem Schreibtisch eine Packung mit etwa 10 Glitzerstiften drin, in allen Farben. Im ersten Moment freute ich mich darüber, diese Stifte gefielen mir. Dann aber beachtete ich den Preis der Stifte: 10 Stifte kosten 7 Franken! Das heisst, ein Stift kostet 70 Rappen! Ich habe mir so einen Stift dann näher angeschaut und war erstaunt, dass so ein "ausgeklügelter" Stift mit Roller (wie ein Kugelschreiber) und dieser Glitzertinte nur 70 Rappen kostet! Natürlich wurde dieser Stift in China hergestellt und musste den ganzen Weg von dort hierher gebracht werden - auch in diesen 70 Rappen inbegriffen!

Alles, was ich daraus schliesse, ist, dass etwas nicht stimmt. Für sehr wenig Geld wird ziemlich viel Aufwand betrieben: Herstellung an einem günstigen Produktionsort und Transport von dort zum Verkaufsort. Ich denke, an diesen Abläufen waren einige Leute beteiligt, die für einen recht tiefen Lohn arbeiten müssen. Ebenfalls frage ich mich, ob es nachhaltig ist, tausende von Produkte von Asien nach Europa zu importieren...

Montag, 17. März 2008

Beziehung zur Natur / Vandon Wo.12

Für heute Abend hatte ich mir vorgenommen im Naturschutzgebiet "Eselschwanz" in St. Margrethen ein paar Runden zu joggen. In der Regel drehe ich meine 3 Runden und werfe mal ab und zu einen Blick auf den See. Doch heute war alles anders. Es begann damit, dass ich während dem Laufen 2 Graureiher beobachten konnte, wie sie in den Wipfeln einer Fichte ihr Nest bauten. Als ich weiter wollte überquerte ein Höckerschwanenpaar meinen Weg. Ich musste anhalten und Abstand bewahren, da das Männchen auf mich zukam. Ich entschloss mich darauf hin, über den Wald einen Bogen um das Päärchen zu ziehen. Die Tierbegegnungen gingen weiter. Vor mir ging eine Erdkröte ihres Weges und als ich wieder auf den usprünglichen Weg zurück kam, entdeckte ich einen gefällten Baum, der vor einer Woche noch gestanden war; die Spuren am Stamm waren eindeutig von einem Biber. Nach so vielen Überraschungen beschloss ich von nun an zu gehen anstatt zu laufen. Im nahe gelegenen Weiher paarten sich Grasfrösche und Bergmolche. Ich musste mir selbst eingestehen, dass ein Spaziergang dieser Art vielleicht mehr Erholung bietet als eine gestresste Joggingrunde.
Ich habe bemerkt, dass ich in der Vergangenheit einfach krampfhaft meine Runden gedreht hatte und völlig "blind" durch das Naturschutzgebiet gehetzt bin. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn ich mir ab und an eine Runde gönnen würde, um die ganze Tierwelt wahrzunehmen. Ob ich dabei aber Fett verbrenne, sei dahingestellt.

5. Wochen-Impuls / Woche 12/13 (17.3.-28.3.)

Ist von der PH!
Meine Beziehung zur Natur
Über die Ostertage habe ich vielleicht die Möglichkeit, Natur wieder ganz anders und neu zu erfahren. Ich nehme mir in den kommenden zwei Wochen bewusst Zeit, mich wenigstens eine Stunde lang „in die Natur zu setzen“ (am See, an einem Bach, unter einen Baum, in die Sonne, mit dem Blick in die Ferne) oder irgendwo hin zu wandern/zu spazieren und dabei alles um mich herum still und achtsam wahr zu nehmen. Was mache ich dabei für Begegnungen? Was löst dieses bewusste Wahrnehmen von Natur in mir aus? Was bedeutet es mir, dass ich Teil dieser grossen Natur bin? Wie fühle ich mich mit ihr verbunden?
Für diesen Wochenimpuls haben ie Zeit bis zum 28. März. Frohe Ostern!

Mittwoch, 12. März 2008

Nachhaltigkeit in der Schule / Vandon Wo. 11

Welche Impulse gibt mir dieser Artikel für meinen zukünftigen Unterricht?

Der Unterricht mit der Agenda 21 bedient sich der Emotionen, welche als Bilder um die Welt kursieren. Emotionen wecken in diesem Moment Betroffenheit und Betroffenheit weckt Interesse. In diesem Sinne gilt das Interesse als intrinsischer Motivator zu verstehen. Es geht um die Realität und nicht nur um Facts aus Büchern. Deshalb ist die Arbeit mit der Agenda 21 ein Medium, welches den Kindern vermittelt, dass es dabei um sie selbst geht; nicht um Geschichte oder Geografie, sondern um ihre Zukunft und um das Bilden einer persönlichen Meinung und Urteilsfähigkeit.
Die Kinderagenda zeigt mir auf, dass es sehr wohl möglich ist „Erwachsenenthemen“ mit Kindern zu bearbeiten – es kommt eben darauf an, wie die Materialien aufgemacht werden und die Inhalte erarbeitet werden.
Interessant habe ich den Abschnitt gefunden, bei dem es darum ging, die behandelten Themen in die Öffentlichkeit hinauszutragen – sprich, einen Stand oder ein Schaufenster im Kaufhaus zu unterhalten. Die Kinder arbeiten nicht nur für die Sache sondern für die Bevölkerung und erfahren sich dabei als wirksam. Dennoch bezweifle ich, dass dies von langfristigem Erfolg gekrönt sein wird, da Konsumtempel doch eher zum Einkaufen gedacht sind als für das „Sich-Einlassen-auf-Weltthematiken“. Die Menschen wollen konsumieren und nicht produzieren.
Wohl eher stimme ich dem zu, dass das Schulhaus zum „Ort der Nachhaltigkeit“ werden soll. Diesen Gedanken sollte ich womöglich noch etwas weiter ausführen: Das Schulhaus selbst könnte als Informationsplattform für die Öffentlichkeit dienen. Periodisch liessen sich im Schulhaus Informationsveranstaltungen oder -tage unter einem bestimmten Motto durch die Schülerschaft durchführen, welche der breiten Öffentlichkeit zugänglich wären. Von den Medien getragen, würden diese Veranstaltungen schnell publik werden; nach dem Motto: „Schaut rein und seht, wofür wir uns (Lernende) interessieren und was wir euch zu sagen haben“.


Was werde ich als erstes in meinem zukünftigen Berufsfeld umsetzen?

Als realistisch empfinde ich es, dass die Agenda nach einer einmaligen Einführung ein Mal pro Woche, kurz aber prägnant, zur Hand genommen wird und mit einem Thema aus den Medien konfrontiert wird. Welche Themen aus den Medien betreffen die Agenda? Welche Bereiche werden angesprochen und wie entwickeln sich die Dinge in Zukunft? Durch die wöchentliche Auseinandersetzung im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Kinder in ihrem Denken in Bezug auf die Nachhaltigkeit sensibilisiert, so dass sie in jedem Aspekt der Realität eine potenzielle Verbesserung sehen können, was sie dazu anregen „könnte“ ihr Verhalten zu ändern und für neue „nachhaltige“ Ziele einzustehen. In diesem Sinne würden die Kinder nicht einfach nur Nachhaltigkeit als Begriff lernen, sondern die Nachhaltigkeit in ihr Leben integrieren.

Nachhaltigkeit und Schule

Der sehr ausführliche Artikel von Otto Herz (siehe Posting mit dem Wochenimpuls) listet viele Ideen, wie eine "Agenda-Schule" aussehen könnte.

Ohne gleich die ganze Schule umbauen zu müssen. kann man auch schon im Unterricht selbst beginnen. Etwas, das ich persönlich sicher umsetzen werde, ist, dass die Themen (voraussichtlich vor allem die in M+U) auch aus Sicht der Agenda 21 beleuchtet werden.

Die Fragen, die sich der Autor dabei für den Unterricht vorstellt, sind folgende:

  • Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?
  • Was werden die Folgen des Handelns und des Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Welt?
  • Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der globalen Gerechtigkeit?

Um auch konkret zu handeln und das Ganze nicht zur Farce verkommen zu lassen, muss natürlich auch in der Schule selbst etwas getan werden. Das könnte man durchaus als klassen- und fächerübergreifendes Projekt aufgleisen. Die Frage wäre: "Wo können wir selbst als Schule nachhaltiger, im Sinne der Agenda 21, handeln?".
Verschiedene "Fachgruppen" könnten Ideen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten sammeln, danach präsentieren und am besten auch umsetzen.

Die Ideen der Agenda, der Kinder und der Lehrpersonen und die Projekte im Schulhaus sollten einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Einerseits hat man so einen grösseren Ansporn (wer will schon vor die Öffentlichkeit treten und mitteilen, dass alle vorgenommen Massnahmen gescheitert sind), andererseits wird so das Bewusstsein ausserschulischer Personen für das Problem geweckt, so dass die Wirkung noch grösser wird.

Man kann sich also vieles vorstellen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir Lehrer und Lehrerinnen auch diesen Teil unserer Verantwortung wahrnehmen und den Kindern etwas mitgeben können.


Anmerkung: Der Text ist meiner Meinung nach sehr schwer verständlich und kompliziert, ich habe ihn nur grob überflogen. Ich frage mich, wer einen solchen Text freiwillig liest. Um auf ein Thema aufmerksam zu machen und etwas zu bewegen, braucht es kurze, prägnante, anschauliche und gut designte Informationen!

Kritik: Nachhaltigkeit des Themas Nachhaltigkeit?

Bevor ich zum "Auftrag" komme einige Gedanken:

Ich muss bei mir feststellen, dass das Thema der "Nachhaltigkeit" für mich schon massiv an Interessantheit verloren hat. Nicht, dass mich das Thema nicht grundsätzlich beschäftigen würde, aber es kann auch zu viel werden. Und dieses Stadium habe ich wohl schon erreicht. Habe ich nun keine Ausdauer? Wahrscheinlich.

Das ist wohl das Problem des "Verleidens", wenn man sich immer wieder mit etwas beschäftigen muss. Ich verstehe das - Schule (und Studium) funktioniert so, man kann nicht immer machen, was einem gerade selbst interessiert oder beschäftigt.

Nur zerstört das Müssen allzu oft die Begeisterung, so geschehen bei den unzähligen (eigentlich sehr guten) Büchern, die man im Verlaufe der Schulzeit lesen muss, und die man deswegen später nie mehr anfassen möchte.

Nachhaltigkeit - an sich sicher sehr wichtig. Aber wie nachhaltig ist eine so ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema?

Samstag, 8. März 2008

4. Wochen-Impuls / Woche 11 (10. 3 - 14.3.)

Ist von der PH!
Artikel von Otto Herz: Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen

Wie kann ich Nachhaltigkeit in der Schule verwirklichen? Lesen Sie in dieser Woche den Artikel von Otto Herz, der als Zusatzliteratur für die Diplomprüfung auf dem BSCW Server im Ordner Diplomprüfung und dort bei den Artikeln zum Standard 5 abgelegt ist (als Artikel zu Agenda 21). Welche Impulse gibt mir dieser Artikel für meinen zukünftigen Unterricht? Was werde ich als erstes in meinem zukünftigen Berufsfeld umsetzen?
Für den Artikel hier klicken!

A long way ...

Ich möchte einmal anschauen, wer und was alles an der Produktion eines Computers beteiligt sind. Das Thema ist für mich gerade aktuell, da mein Laptop den Geist aufgegeben hat und die Reparatur wohl teurer käme als er Kauf eines neuen Gerätes.

Wenn man sich die Entwicklung eines Computers anschaut, dann beginnt diese wohl zuerst einmal bei den Ingenieuren und Designern. Interessanterweise haben diese ihre Arbeitsstelle häufig immer noch in den Industrienationen, bei Apple hat die Design- und Entwicklungsabteilung zum Beispiel ihren Sitz im Hauptquartier in Kalifornien.

Dies sieht dann so aus:
















Die Box rechts ziert den Spruch "Designed by Apple in California".

Nun ist "Designed by" aber nicht das gleiche wie "Made in". Ich habe mir einmal die Verpackung meines iPods genauer angeschaut. Da steht ganz klein auf der Unterseite "Assembled in China", zu Deutsch "Zusammengebaut in China". Eigentlich nicht überraschend, denn ich schätze mal 90% aller elektronischen Geräte kommen aus Asien.

Bis ich meinen Computer in der Hand habe, sind also Designer, Ingenieure, Entwickler und Leute, die die Geräte zusammenbauen, am arbeiten gewesen. Aber das ist natürlich noch nicht alles. Schaut man sich auch die Rohstoffe an, die verbraucht werden, kommt mir als erstes Öl in den Sinn (für einige Kunststoffe). Diese Rohstoffe werden abgebaut, transportiert, umgewandelt usw. Für all dies braucht es Menschen mit den verschiedensten Aufgaben.

Die Produktion, zum Beispiel die Bestückung der Platinen, läuft automatisch ab, Menschen werden höchstens noch zur Kontrolle gebraucht. Beim Zusammenschrauben der Rechner braucht es die menschliche Arbeitskraft wieder. Der Versand erfolgt dann erneut weitgehend automatisch, bis auf Piloten und Lieferanten, die das Paket transportieren.

Erfolgt der Verkauf in einem Geschäft, sind Verkäufer da, die beraten und die Zahlung abwickeln. Ein Chef und jemand, der für den Einkauf verantwortlich ist, mussten entscheiden, ob sie das Gerät in ihr Sortiment aufnehmen wollen.

Wird über das Internet eingekauft, entfallen noch mehr Schritte. Der Hersteller liefert direkt ab Lager mit einem Postdienst zu einem nach Hause. Jemand, der die Pakete rausgibt und ein Kurier sind dann noch die einzigen, mit denen ich in Beziehung stehe.

Man sieht, beim Beispiel eines Computers sind viele Schritte schon völlig automatisiert. Der Mensch wird gebraucht, wenn etwas Neues erschafft werden soll (Design, Entwicklung) oder zur Kontrolle von Abläufen (bei der Produktion).

Donnerstag, 6. März 2008

Liebe Studierende, ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an Ihrer Blogdiskussion beteiligen. Ihre bisherigen Einträge lesen sich spannend. Ich möchte den einen oder anderen Aspekt, den Sie beschrieben haben, herausgreifen:

Sie haben in Ihren Posts verschiedene Aspekte angesprochen, welche ganz konkreten Möglichkeiten wir haben, einen Beitrag an unser Klima zu leisten:
-Energiesparender Hausbau, Strom aus Solarenergie: auch Pelletsöfen oder Erdwärmesysteme werden in neuen Häusern in der Schweiz immer öfter eingebaut, um Öl- oder Gasheizungen zu umgehen. Man spricht u.a. von Minergiehäusern. Ein Trend, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Geräte, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge (über 90% weniger CO2-Emission - und damit auch massiv weniger Heizölkosten, siehe auch: www.passiv.de) – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde).
-Gerade die Schweiz ist weltweites Vorbild für ein äusserst gut ausgebauten öffentlichen Verkehr. Wir verfügen über 3000 km Bahnnetz. Dort wo der Zug nicht mehr hinkommt gibt es die Möglichkeit des Carsharing-Systems Mobility.
-Dome zitiert aus einer Beilage zum Autosalon. Tatsächlich lesen wir in den letzten Tagen in verschiedenen Zeitungen davon, dass mit dem Autosalon in Genf ein Wandel in der Autoindustrie sich am vollziehen ist. Ökologische Fahrzeuge sind nicht mehr Spezialprodukte für einige wenige, sondern eine gute und zahlbare Alternative im Angebot der Hersteller. Wenn wir die Zahlen des CO2-Ausstosses von Fahrzeugen kennen, dann muss es eine Pflicht werden, sich verstärkt um energiesparende Fahrzeuge zu bemühen. Dennoch, auch der Autosalon in Genf präsentiert auch dieses Jahr zahlreiche Dreckschleudern, die sog. SUVs. Auch dieses Fahrzeuge sind weiterhin beliebt.
-Im Berner Jura existieren bereits einige Windkraftwerke. 8 Turbinen wurden bereits montiert und damit wurden letztes Jahr 3000 Haushalte mit Strom versorgt. Eine vor kurzem präsentierte Studie bezeugt nun, dass durchaus weitere solcher Turbinen installiert werden können und damit Energie auf umweltfreundliche Weise gewonnen werden kann.

Bis zum nächsten Mal, mit freundlichen Grüssen, Michael Zahner

Montag, 3. März 2008

Vernetzungen entdecken / Vandon Wo. 10

Im Normalfall schlinge ich schnell mal ein Pfund Brot am Tag runter. So auch heute Mittag, als ich im Restaurant zum Menüsalat locker mal 3 Scheiben Brot verdrückt habe. Da die Tortellini an einer exquisite Rahmsauce angerichtet waren, konnte ich die Sauce natürlich nicht einfach so zurückgeben und tupfte sie mit weiteren 2 Scheiben Brot auf. So hatte ich am Mittag "mal schnell" 5 Scheiben Brot verdrückt. Doch wie kam es dazu?
Auf dem Feld werden die Äcker mit schweren Landmaschinen bewirtschaftet und der Boden für die bevorstehende Saatzeit bearbeitet. Nach der Saat werden in der Regel die Weizen noch gespritzt und gedüngt, dass sie auch möglichst viel Ertrag abwerfen. Nach der Ernte gelangen die Weizen in die Mühlen und werden dort abgepackt - natürlich nach verschiedenen Körnungsgraden, da heute von einem Bäcker ja verlangt wird, dass er mindestens - ich schätze mal - 15 Sorten Brot anbietet. Wie dem auch sei. Für die 5 Scheiben Brot, die ich heute Mittag ohne grosses Bewusstsein gegessen habe, danke ich vor allem dem Bäcker, der heute Morgen um 4 Uhr den Teig hergestellt hat und natürlich auch den Maschinen, welche den Teig geknetet haben und das Brot gebacken haben. Nicht zu vergessen: die Brotschneidemaschine hat auch ihren Beitrag geleistet...

"Wieviel Pestizide ich wohl heute Mittag gegessen habe, frage ich mich, denn bis jetzt muss auf dem Brotkörbli im Restaurant die Herkunft des Getreides noch nicht deklariert werden."

Sonntag, 2. März 2008

3. Wochen-Impuls / Woche 10 (3.3.-7.3.):

Ist von der PH!
Vernetzungen entdecken

Diese Woche richte ich mein Augenmerk speziell auf unterschiedlichste Vernetzungen in meinem Leben, denen ich bisher keinerlei oder nur wenig Beachtung geschenkt habe.
So könnte ich mir z. B. die Frage stellen: Wer hat für mich gearbeitet, sehr direkt oder auch indirekt und ich habe davon profitiert, selbst wenn ich dafür bezahlt habe? (Was war z.B. alles nötig, bis ich Elektrizität brauchen konnte? Wer alles hat einen Beitrag zu meiner Mobilität geleistet? Durch welche Hände sind die Lebensmittel gegangen, die ich heute genossen habe?)
Mit wem allem war ich in einer Beziehung, egal welcher Art und Intensität, die für mich irgendwie wichtig war und sei diese Wichtigkeit noch so klein? Welches war mein Beitrag für diese Beziehung?
Eine solche Vernetzung mache ich in meinem Post deutlich und reflektiere, was die Erkenntnis in mir ausgelöst hat.

Nachhaltige Autos im Blick-Spezial zum Autosalon

Mit Interesse habe ich gestern das SonntagsBlick Autosalon-Extra gelesen, welches sich mit dem Genfer Autosalon vom 6. bis 16. März befasst.
Das Thema der energiesparenden Autos hatte einen sehr grossen Stellenwert, etwas, das vor ein paar Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre. Die Hersteller wurden zu ihren sparsamen Fahrzeugen befragt, plauderten über ihre Hybrid-Autos und stellten Projekte für alternative Antriebsformen wie die Brennstoffzelle vor.

Die Industrie hat also begriffen, dass sich mit sparsamen Autos Geld verdienen lässt. Endlich. Scheinbar ist die Nachfrage schon ziemlich gross, was für ein geändertes Bewusstsein der Käufer spricht. Denn ohne Nachfrage und den zu erwatenden Gewinnen wird wohl kein Hersteller auf die Idee kommen, in ökologische Fahrzeuge zu investieren.

Die im Salon gezeigten Neuheiten an Fahrzeugen werden sehr häufig mit ihrer Effizienz und ihrem mässigen Verbrauch beworben, selbst einige SVUs begnügen sich neuerdings mit etwas unter 6 Litern pro 100km.

Die Verbraucher sind nun umso mehr gefragt. Nahezu jeder Hersteller hat sparsame Autos im Angebot, und die sehen nicht aus wie leistungsschwache Wägelchen für den Hippie von nebenan - ganz im Gegenteil: vom schicken Sportwagen bis zur Familienkutsche kann man alles haben. Die Ausrede "Ökologisch Vertretbare Autos sehen nicht gut aus" zieht also nicht mehr.

Hier einige Beispiele: all diese Autos verbrauchen unter 5 Litern pro 100 km.













Audi A3 1.9 TDI. 4,5 Liter / 100 km














Seat Leon Ecomotive: 4.5 Liter / 100 km














VW Golf Blue Motion: 4.5 Liter / 100 km













Peugeot 308: 4,7 Liter / 100 km


Auch in höheren Fahrzeugkategorien sind Verbräuche von um die 6 Liter keine Seltenheit mehr.

Interessant ist, dass bei allen in der Zeitung vorgestellten Autos neben den üblichen Angaben wie der Fahrleistung sowohl der Verbrauch als auch der CO2-Ausstoss pro Kilometer und die Energieeffizienzklasse angegeben werden.

Natürlich werden im Autosalon auch wieder neue Autos mit einem Spritverbrauch jenseits von Gut und Böse vorgestellt. Da diese aber meist so teuer sind, dass sich die eh fast niemand leisten kann, bleibt zu hoffen, dass solche Fahrzeuge nicht zu oft auf unseren Strassen fahren werden. Trotzdem scheint ein leistungsstarker Motor auf viele immer noch eine grosse Faszination auszuüben... verstädlicherweise. Da muss jede und jeder für sich abwägen: sehr viel Power oder viel Umweltschutz (vereinfacht ;-) ). Hoffentlich geht die Tendenz zu zweiterem!

Im gleichen Magazin wird ausgesagt, dass sich folgender Trend herauskristallisiere: "Neuere Autos sind stets umweltfreundlicher als ältere und sie schneiden bei den Crashtests immer besser ab" (SonntagsBlick Autosalon-Extra, S. 37).

Auch das Roadpricing wird diskutiert. Dies ist ein Ansatz, um in den Städten weniger Verkehr zu haben, indem für jedes Auto eine je nach Verbrauch unterschiedliche Gebühr bezahlt werden muss, um durch die Stadt zu fahren. Ein Problem ist meiner Ansicht nach, dass dies zu einer 2-Klassen-Gesellschaft führen könnte: die reicheren fahren mit ihren Autos weiterhin durch eine nun viel weniger befahrene Stadt, während dem sich die ärmeren Bevölkerungsgruppen in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel quetschen müssen. Ich stehe dem Ansatz also skeptisch gegenüber, denn der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit darf nicht vernachlässigt werden.

Quellen:
http://www.motornews.eu/cms/upload/berichte_auto/seat/seat_leon_ecomotive_2.jpg
http://www.autostoc.fr/images/modeles/Peugeot/308/308_5p_gris_alu.jpg
http://www.im-auto.de/newsimage/vw-golf-bluemotion.jpg
http://mediaservice.audi.com/media/urs/e/f/c/l/50148/2008/8PAEHD/14+p5p5/bbo6fa/eil7m0/radcm1.jpg?alt=http://ak4-de.audi.de/img/1pxt.gif

Freitag, 29. Februar 2008

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit? - Eine Umfrage

Eine Umfrage zum Thema.
"Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?"

Die Antworten zeigen, dass sich der Begriff noch nicht ganz in den Köpfen der Menschen verankert hat. Das liegt vielleicht daran, dass das Wort ziemlich unverständlich und lang ist, nichts wirklich "peppiges" und einfach zu merkendes. 




Eine Antwort:
"Nachhaltigkeit? Also ich bin lieber flexibel" :-)

Stress - On n'a qu'une terre



Lyrics auf Französisch

Übersetzung auf Deutsch
Strophe 1:
Wenn er mal gross ist und mich fragt:
"Warum gibt es keine Fische mehr im Meer?"
Was antworte ich dann? Dass ich es nicht wusste?
Oder dass es mir egal war?
Und wenn er mich fragt:
"Papa! Ist es nur wegen dem Holz,
dass ihr die Lunge der Erde zerstört habt?
Womit soll ich denn jetzt atmen?"

Ich würde als unverantwortlich und unfähig dastehen.
Als ein Schuldiger, der sich unentschuldbar verhält.

Eine kaputte Natur, eine Welt voller CO2:
Ist das wirklich die Zukunft,
die wir für sie erschaffen wollen?

Es geht um Respekt. Und das, was wir erreichen müssen,
ist nachhaltiges Handeln: Für sie, für uns und für unsere Erde.
Diskussionen sind ja gut und recht.
Aber Taten sind besser.
Den Unterschied müssen wir heute schaffen,
denn wir können es.

Refrain:
Mach schon, verbrauche, verbrauche! Vernichte, vernichte!
Holz den Wald ab, holz den Wald ab! Zünd ihn an, zünd ihn an!
Aber was machst du, wenn unsere Zukunft
zwischen Hammer und Amboss gerät?
Wenn alles brennt und in Flammen aufgeht?
Und unsere Erde aussieht wie der Mond?
Was machst du, wenn unsere Zukunft
zwischen Hammer und Amboss gerät?

Strophe 2:
Sagt nicht, dass ihr sie nicht seht und spürt,
diese Veränderung. Lügt mich nicht an!
Das Klima spielt verrückt. Worauf wartet ihr denn?
Wie viele Katrinas braucht es noch, um zu begreifen?

Ich will nicht im ausgetrockneten Meer stehen und sagen:
"Vielleicht hätte ich meine Abfälle trennen sollen."
Für uns ist das ein Fehler, aber für unsere Kinder eine Sünde.
Alle sind empört, doch niemand scheint es eilig zu haben.

Ich will nicht erleben, bis Wasser so viel kostet wie Erdöl.
Oder es überhaupt kein Erdöl mehr gibt.
Wir werden die Rechnung bekommen für unsere Unterlassungen.
Ich bin zwar nicht zum "Mister Öko" geworden, das ist klar!
Aber mit dem, was ich heute weiss,
kann ich es morgen besser machen.


Dienstag, 26. Februar 2008

Ich will Konkretes lesen!

Ziele dieses Posts
(Lernziele sollten immer zu Beginn bekannt gegeben werden :-)

Die Studierenden können mindestens etwas aufschreiben, das sie ganz konkret im Sinne der Nachhaltigkeit getan haben.

Ich fände es toll, wenn nebst mir auch andere ihre - wenn auch vielleicht kleinen - Taten hier aufschreiben würden. Ich will zur Abwechslung mal Konkretes lesen!


Meine Taten

1. Heute morgen habe ich beim Duschen das Wasser abgestellt, während ich mich einseifte.

2. Ich habe mir ein kleines Auto gekauft, damit ich nicht mehr dauernd mit dem riesengrossen Familienauto den Berg rauf und runter fahren muss. Ich finde wirklich, das ist ein gutes Argument, es gibt jedoch - muss ich zugeben - auch einige Argumente, die gegen einen Autokauf überhaupt sprechen. Naja...

CO2-neutral / Vandon Wo. 9

In der Coopzeitung vom 26.2.2008 wird ein Coop-Geschäftsleitungsmitglied zum Klimaschutz interviewt. Coop hat sich zum Ziel gesetzt bis in 15 Jahren CO2-neutral zu werden.

Folgende Frage und Antwort aus dem Interview möchte ich näher betrachten:

Frage: "Was konkret bedeutet denn CO2-neutral?"
Anwort: "Es bedeutet, dass wir innerhalb von Coop so viel CO2 einsparen und kompensieren wollen, bis wir eine ausgeglichene CO2-Bilanz vorweisen können. Dies bezieht sich auf alle Bereiche, die in unserem vollen Einflussbereich liegen. Daher liegt der Fokus primar auf allen unseren Verkaufsstellen und Verteilzentren, dem Coop-eigenen Transportbereich, allen Produktionsbetrieben sowie allen Coop-Verwaltungseinheiten."

Meiner Meinung nach ist dies ein guter Ansatz. Doch um CO2-neutral zu werden, muss man über die Landesgrenzen hinaus planen. Was nützt es einem, wenn zwar Gebäude klimaneutral saniert oder neu gebaut werden, aber die Produkte von Übersee eingekauft werden. Mit dieser Aussage verfolgt Coop eine trügerischen Weg, der die Kunden auf den ersten Blick zwar beeindrucken mag und Vertrauen schafft. Wer sich aber über die Herkunft und Verarbeitung der ausländischen Produkte Gedanken macht, wird sehr schnell merken, dass dort auch ein enormes Potenzial an CO2-Einsparungen vorhanden ist.
Angenommen Coop würde nur noch regional-saisonale Produkte anbieten, würde sich das wahrscheinlich viel rascher auf die CO2-Bilanz auswirken; mit dem zusätzlichen Nebeneffekt, dass die Kundschaft gleichzeitig auch etwas zur CO2-Problematik beitragt.
Ich stufe den angestrebten Weg von Coop als "nett für das Image" ein, nicht aber als wirklich wirksam um der Co2-Problematik nachhaltig die Stirn zu bieten. Wie gesagt: wer nachhaltig wirken und handeln will, muss alle Geschäftszweige mit einbeziehen und nicht nur dort etwas bewegen, was nach aussen einen guten Eindruck vermittelt.

"Es ist nicht alles Gold, was glänzt!"

Montag, 25. Februar 2008

2. Wochen-Impuls / Woche 9 (25.2.-29.2.2008)

Ist von der PH!
Nachhaltige Entwicklung in den Medien: in TV, Radio und Zeitungen
Ich achte bei meinem täglichen Konsum von TV, Radioprogrammen und Zeitungen speziell auf Aspekte nachhaltiger Entwicklung. Finde ich Beiträge, in welchen Aspekte nachhaltiger Zukunft thematisiert werden? Beiträge aus Zeitungen nehme ich heraus und reflektiere sie in Bezug auf das Nachhaltigkeitsdreieck. Gibt es irgendwo Anspielungen, Hinweise oder Problemstellungen zur Thematik in Nachrichtensendungen, Dokumentations- oder Spielfilmen? Sollte ich während der ganzen Woche keine oder nur wenige Beiträge finden, reflektiere ich dieses Faktum.

Sonntag, 24. Februar 2008

"Bei sich selbst anfangen"

Ich bewundere alle Leute, die es schaffen bei sich selbst anzufangen. Ich versuche auch immer wieder bei mir selbst anzufangen und merke einfach, dass ich immer noch mehr und noch mehr für die Umwelt tun könnte. Ich denke einfach, wenn uns die Regierung gewisse Limiten setzten würde, wäre es für jeden einzelnen einfacher. Niemand wäre dann benachteiligt.
So würde ich es hervorragend finden, wenn die Politik alle Autos, die mehr als 5 Liter verbrauchen, gar nicht mehr zulassen würde. Gut, so einfach ist das wahrscheinlich nicht durchzusetzen.

Freitag, 22. Februar 2008

Bei sich selbst beginnen

Wenn man von Nachhaltigkeit spricht und grosse Visionen hat, sollte man zu Beginn einmal schauen, was man selbst und die nähere Umgebung denn überhaupt machen, um diesen Idealen Rechnung zu tragen.
Dabei beschränke ich mich einmal beim Nachhaltigkeitsdreieck auf den Punkt "Ökologie", weil dieser am offensichtlichsten und am einfachsten zu beurteilen ist.

Was mache ich nun selbst? Auf den ersten Blick nicht gerade viel, eher Kleinigkeiten. Zum Beispiel haben wir erst gerade eine neue Lampe gekauft, die mit Energiesparbirnen betrieben wird. Hört sich jetzt nicht gerade spektakulär an, aber wenn man bedenkt, dass Länder wie Australien die gewöhnlichen Glühbirnen schon verboten haben, sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Auch die Schweizer Regierung hat übrigens vor kurzem solche Pläne vorgelegt (Meldung beim Schweizer Fernsehen).
Auch hatten wir schon die neuen LED-Lampen ausprobiert, welche uns aber nicht wirklich überzeugen konnten, nachdem alle (es waren fünf) nach 3 Tagen komplett den Geist aufgegeben hatten. Hier muss wohl noch daran weiterentwickelt werden.

Im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit ist auch, dass ich so of wie möglich den ÖV oder das Velo benutze. Ich bin aber der Meinung, dass die ständigen Preiserhöhungen der SBB endlich der Vergangenheit angehören müssen und die Tickets massiv günstiger werden sollten. Es kann doch nicht sein, dass man für die Strecke St. Gallen - Zürich 28 Franken bezahlt, retour sogar 56 Franken. Da ist das Auto nicht mehr unbedingt teurer und dann auch noch bequemer.

Bei uns in der Umgebung weiss ich nichts von neuen nachhaltigen Errungenschaften. Vielleicht müsste ich mich aber besser informieren...

Montag, 18. Februar 2008

Impuls Wo. 8 - von Vandon

Ich habe das Gefühl, dass die Energiepolitik in der Ostschweiz zu wünschen übrig lässt. Wenn ich mit dem nahe gelegenen Deutschland vergleiche, wo praktisch jedes zweite Hausdach Solarpannels montiert hat, so frage ich mich: Wie wird das Geld in der Schweiz im Sinne der Nachhaltigkeit investiert?

Blogblogblog

Hoi Zämä
Let's blog!
Yipee... 

1. Wochen-Impuls / Woche 8 (18.2.- 22.2. 2008)

Ist von der PH!
Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld

Wo finde ich in meinem alltäglichen Leben und in meinem Umfeld positive Elemente nachhaltiger Entwicklung? Wo entdecke ich Defizite? Was lösen diese Erkenntnisse in mir aus?