Samstag, 8. März 2008

4. Wochen-Impuls / Woche 11 (10. 3 - 14.3.)

Ist von der PH!
Artikel von Otto Herz: Agenda 21 und globale Partnerschaft – Elemente der Entwicklung von Schulen

Wie kann ich Nachhaltigkeit in der Schule verwirklichen? Lesen Sie in dieser Woche den Artikel von Otto Herz, der als Zusatzliteratur für die Diplomprüfung auf dem BSCW Server im Ordner Diplomprüfung und dort bei den Artikeln zum Standard 5 abgelegt ist (als Artikel zu Agenda 21). Welche Impulse gibt mir dieser Artikel für meinen zukünftigen Unterricht? Was werde ich als erstes in meinem zukünftigen Berufsfeld umsetzen?
Für den Artikel hier klicken!

A long way ...

Ich möchte einmal anschauen, wer und was alles an der Produktion eines Computers beteiligt sind. Das Thema ist für mich gerade aktuell, da mein Laptop den Geist aufgegeben hat und die Reparatur wohl teurer käme als er Kauf eines neuen Gerätes.

Wenn man sich die Entwicklung eines Computers anschaut, dann beginnt diese wohl zuerst einmal bei den Ingenieuren und Designern. Interessanterweise haben diese ihre Arbeitsstelle häufig immer noch in den Industrienationen, bei Apple hat die Design- und Entwicklungsabteilung zum Beispiel ihren Sitz im Hauptquartier in Kalifornien.

Dies sieht dann so aus:
















Die Box rechts ziert den Spruch "Designed by Apple in California".

Nun ist "Designed by" aber nicht das gleiche wie "Made in". Ich habe mir einmal die Verpackung meines iPods genauer angeschaut. Da steht ganz klein auf der Unterseite "Assembled in China", zu Deutsch "Zusammengebaut in China". Eigentlich nicht überraschend, denn ich schätze mal 90% aller elektronischen Geräte kommen aus Asien.

Bis ich meinen Computer in der Hand habe, sind also Designer, Ingenieure, Entwickler und Leute, die die Geräte zusammenbauen, am arbeiten gewesen. Aber das ist natürlich noch nicht alles. Schaut man sich auch die Rohstoffe an, die verbraucht werden, kommt mir als erstes Öl in den Sinn (für einige Kunststoffe). Diese Rohstoffe werden abgebaut, transportiert, umgewandelt usw. Für all dies braucht es Menschen mit den verschiedensten Aufgaben.

Die Produktion, zum Beispiel die Bestückung der Platinen, läuft automatisch ab, Menschen werden höchstens noch zur Kontrolle gebraucht. Beim Zusammenschrauben der Rechner braucht es die menschliche Arbeitskraft wieder. Der Versand erfolgt dann erneut weitgehend automatisch, bis auf Piloten und Lieferanten, die das Paket transportieren.

Erfolgt der Verkauf in einem Geschäft, sind Verkäufer da, die beraten und die Zahlung abwickeln. Ein Chef und jemand, der für den Einkauf verantwortlich ist, mussten entscheiden, ob sie das Gerät in ihr Sortiment aufnehmen wollen.

Wird über das Internet eingekauft, entfallen noch mehr Schritte. Der Hersteller liefert direkt ab Lager mit einem Postdienst zu einem nach Hause. Jemand, der die Pakete rausgibt und ein Kurier sind dann noch die einzigen, mit denen ich in Beziehung stehe.

Man sieht, beim Beispiel eines Computers sind viele Schritte schon völlig automatisiert. Der Mensch wird gebraucht, wenn etwas Neues erschafft werden soll (Design, Entwicklung) oder zur Kontrolle von Abläufen (bei der Produktion).

Donnerstag, 6. März 2008

Liebe Studierende, ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an Ihrer Blogdiskussion beteiligen. Ihre bisherigen Einträge lesen sich spannend. Ich möchte den einen oder anderen Aspekt, den Sie beschrieben haben, herausgreifen:

Sie haben in Ihren Posts verschiedene Aspekte angesprochen, welche ganz konkreten Möglichkeiten wir haben, einen Beitrag an unser Klima zu leisten:
-Energiesparender Hausbau, Strom aus Solarenergie: auch Pelletsöfen oder Erdwärmesysteme werden in neuen Häusern in der Schweiz immer öfter eingebaut, um Öl- oder Gasheizungen zu umgehen. Man spricht u.a. von Minergiehäusern. Ein Trend, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Geräte, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge (über 90% weniger CO2-Emission - und damit auch massiv weniger Heizölkosten, siehe auch: www.passiv.de) – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde).
-Gerade die Schweiz ist weltweites Vorbild für ein äusserst gut ausgebauten öffentlichen Verkehr. Wir verfügen über 3000 km Bahnnetz. Dort wo der Zug nicht mehr hinkommt gibt es die Möglichkeit des Carsharing-Systems Mobility.
-Dome zitiert aus einer Beilage zum Autosalon. Tatsächlich lesen wir in den letzten Tagen in verschiedenen Zeitungen davon, dass mit dem Autosalon in Genf ein Wandel in der Autoindustrie sich am vollziehen ist. Ökologische Fahrzeuge sind nicht mehr Spezialprodukte für einige wenige, sondern eine gute und zahlbare Alternative im Angebot der Hersteller. Wenn wir die Zahlen des CO2-Ausstosses von Fahrzeugen kennen, dann muss es eine Pflicht werden, sich verstärkt um energiesparende Fahrzeuge zu bemühen. Dennoch, auch der Autosalon in Genf präsentiert auch dieses Jahr zahlreiche Dreckschleudern, die sog. SUVs. Auch dieses Fahrzeuge sind weiterhin beliebt.
-Im Berner Jura existieren bereits einige Windkraftwerke. 8 Turbinen wurden bereits montiert und damit wurden letztes Jahr 3000 Haushalte mit Strom versorgt. Eine vor kurzem präsentierte Studie bezeugt nun, dass durchaus weitere solcher Turbinen installiert werden können und damit Energie auf umweltfreundliche Weise gewonnen werden kann.

Bis zum nächsten Mal, mit freundlichen Grüssen, Michael Zahner

Montag, 3. März 2008

Vernetzungen entdecken / Vandon Wo. 10

Im Normalfall schlinge ich schnell mal ein Pfund Brot am Tag runter. So auch heute Mittag, als ich im Restaurant zum Menüsalat locker mal 3 Scheiben Brot verdrückt habe. Da die Tortellini an einer exquisite Rahmsauce angerichtet waren, konnte ich die Sauce natürlich nicht einfach so zurückgeben und tupfte sie mit weiteren 2 Scheiben Brot auf. So hatte ich am Mittag "mal schnell" 5 Scheiben Brot verdrückt. Doch wie kam es dazu?
Auf dem Feld werden die Äcker mit schweren Landmaschinen bewirtschaftet und der Boden für die bevorstehende Saatzeit bearbeitet. Nach der Saat werden in der Regel die Weizen noch gespritzt und gedüngt, dass sie auch möglichst viel Ertrag abwerfen. Nach der Ernte gelangen die Weizen in die Mühlen und werden dort abgepackt - natürlich nach verschiedenen Körnungsgraden, da heute von einem Bäcker ja verlangt wird, dass er mindestens - ich schätze mal - 15 Sorten Brot anbietet. Wie dem auch sei. Für die 5 Scheiben Brot, die ich heute Mittag ohne grosses Bewusstsein gegessen habe, danke ich vor allem dem Bäcker, der heute Morgen um 4 Uhr den Teig hergestellt hat und natürlich auch den Maschinen, welche den Teig geknetet haben und das Brot gebacken haben. Nicht zu vergessen: die Brotschneidemaschine hat auch ihren Beitrag geleistet...

"Wieviel Pestizide ich wohl heute Mittag gegessen habe, frage ich mich, denn bis jetzt muss auf dem Brotkörbli im Restaurant die Herkunft des Getreides noch nicht deklariert werden."

Sonntag, 2. März 2008

3. Wochen-Impuls / Woche 10 (3.3.-7.3.):

Ist von der PH!
Vernetzungen entdecken

Diese Woche richte ich mein Augenmerk speziell auf unterschiedlichste Vernetzungen in meinem Leben, denen ich bisher keinerlei oder nur wenig Beachtung geschenkt habe.
So könnte ich mir z. B. die Frage stellen: Wer hat für mich gearbeitet, sehr direkt oder auch indirekt und ich habe davon profitiert, selbst wenn ich dafür bezahlt habe? (Was war z.B. alles nötig, bis ich Elektrizität brauchen konnte? Wer alles hat einen Beitrag zu meiner Mobilität geleistet? Durch welche Hände sind die Lebensmittel gegangen, die ich heute genossen habe?)
Mit wem allem war ich in einer Beziehung, egal welcher Art und Intensität, die für mich irgendwie wichtig war und sei diese Wichtigkeit noch so klein? Welches war mein Beitrag für diese Beziehung?
Eine solche Vernetzung mache ich in meinem Post deutlich und reflektiere, was die Erkenntnis in mir ausgelöst hat.

Nachhaltige Autos im Blick-Spezial zum Autosalon

Mit Interesse habe ich gestern das SonntagsBlick Autosalon-Extra gelesen, welches sich mit dem Genfer Autosalon vom 6. bis 16. März befasst.
Das Thema der energiesparenden Autos hatte einen sehr grossen Stellenwert, etwas, das vor ein paar Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre. Die Hersteller wurden zu ihren sparsamen Fahrzeugen befragt, plauderten über ihre Hybrid-Autos und stellten Projekte für alternative Antriebsformen wie die Brennstoffzelle vor.

Die Industrie hat also begriffen, dass sich mit sparsamen Autos Geld verdienen lässt. Endlich. Scheinbar ist die Nachfrage schon ziemlich gross, was für ein geändertes Bewusstsein der Käufer spricht. Denn ohne Nachfrage und den zu erwatenden Gewinnen wird wohl kein Hersteller auf die Idee kommen, in ökologische Fahrzeuge zu investieren.

Die im Salon gezeigten Neuheiten an Fahrzeugen werden sehr häufig mit ihrer Effizienz und ihrem mässigen Verbrauch beworben, selbst einige SVUs begnügen sich neuerdings mit etwas unter 6 Litern pro 100km.

Die Verbraucher sind nun umso mehr gefragt. Nahezu jeder Hersteller hat sparsame Autos im Angebot, und die sehen nicht aus wie leistungsschwache Wägelchen für den Hippie von nebenan - ganz im Gegenteil: vom schicken Sportwagen bis zur Familienkutsche kann man alles haben. Die Ausrede "Ökologisch Vertretbare Autos sehen nicht gut aus" zieht also nicht mehr.

Hier einige Beispiele: all diese Autos verbrauchen unter 5 Litern pro 100 km.













Audi A3 1.9 TDI. 4,5 Liter / 100 km














Seat Leon Ecomotive: 4.5 Liter / 100 km














VW Golf Blue Motion: 4.5 Liter / 100 km













Peugeot 308: 4,7 Liter / 100 km


Auch in höheren Fahrzeugkategorien sind Verbräuche von um die 6 Liter keine Seltenheit mehr.

Interessant ist, dass bei allen in der Zeitung vorgestellten Autos neben den üblichen Angaben wie der Fahrleistung sowohl der Verbrauch als auch der CO2-Ausstoss pro Kilometer und die Energieeffizienzklasse angegeben werden.

Natürlich werden im Autosalon auch wieder neue Autos mit einem Spritverbrauch jenseits von Gut und Böse vorgestellt. Da diese aber meist so teuer sind, dass sich die eh fast niemand leisten kann, bleibt zu hoffen, dass solche Fahrzeuge nicht zu oft auf unseren Strassen fahren werden. Trotzdem scheint ein leistungsstarker Motor auf viele immer noch eine grosse Faszination auszuüben... verstädlicherweise. Da muss jede und jeder für sich abwägen: sehr viel Power oder viel Umweltschutz (vereinfacht ;-) ). Hoffentlich geht die Tendenz zu zweiterem!

Im gleichen Magazin wird ausgesagt, dass sich folgender Trend herauskristallisiere: "Neuere Autos sind stets umweltfreundlicher als ältere und sie schneiden bei den Crashtests immer besser ab" (SonntagsBlick Autosalon-Extra, S. 37).

Auch das Roadpricing wird diskutiert. Dies ist ein Ansatz, um in den Städten weniger Verkehr zu haben, indem für jedes Auto eine je nach Verbrauch unterschiedliche Gebühr bezahlt werden muss, um durch die Stadt zu fahren. Ein Problem ist meiner Ansicht nach, dass dies zu einer 2-Klassen-Gesellschaft führen könnte: die reicheren fahren mit ihren Autos weiterhin durch eine nun viel weniger befahrene Stadt, während dem sich die ärmeren Bevölkerungsgruppen in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel quetschen müssen. Ich stehe dem Ansatz also skeptisch gegenüber, denn der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit darf nicht vernachlässigt werden.

Quellen:
http://www.motornews.eu/cms/upload/berichte_auto/seat/seat_leon_ecomotive_2.jpg
http://www.autostoc.fr/images/modeles/Peugeot/308/308_5p_gris_alu.jpg
http://www.im-auto.de/newsimage/vw-golf-bluemotion.jpg
http://mediaservice.audi.com/media/urs/e/f/c/l/50148/2008/8PAEHD/14+p5p5/bbo6fa/eil7m0/radcm1.jpg?alt=http://ak4-de.audi.de/img/1pxt.gif