Das Thema der energiesparenden Autos hatte einen sehr grossen Stellenwert, etwas, das vor ein paar Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre. Die Hersteller wurden zu ihren sparsamen Fahrzeugen befragt, plauderten über ihre Hybrid-Autos und stellten Projekte für alternative Antriebsformen wie die Brennstoffzelle vor.
Die Industrie hat also begriffen, dass sich mit sparsamen Autos Geld verdienen lässt. Endlich. Scheinbar ist die Nachfrage schon ziemlich gross, was für ein geändertes Bewusstsein der Käufer spricht. Denn ohne Nachfrage und den zu erwatenden Gewinnen wird wohl kein Hersteller auf die Idee kommen, in ökologische Fahrzeuge zu investieren.
Die im Salon gezeigten Neuheiten an Fahrzeugen werden sehr häufig mit ihrer Effizienz und ihrem mässigen Verbrauch beworben, selbst einige SVUs begnügen sich neuerdings mit etwas unter 6 Litern pro 100km.
Die Verbraucher sind nun umso mehr gefragt. Nahezu jeder Hersteller hat sparsame Autos im Angebot, und die sehen nicht aus wie leistungsschwache Wägelchen für den Hippie von nebenan - ganz im Gegenteil: vom schicken Sportwagen bis zur Familienkutsche kann man alles haben. Die Ausrede "Ökologisch Vertretbare Autos sehen nicht gut aus" zieht also nicht mehr.
Hier einige Beispiele: all diese Autos verbrauchen unter 5 Litern pro 100 km.

Audi A3 1.9 TDI. 4,5 Liter / 100 km

Seat Leon Ecomotive: 4.5 Liter / 100 km

VW Golf Blue Motion: 4.5 Liter / 100 km

Auch in höheren Fahrzeugkategorien sind Verbräuche von um die 6 Liter keine Seltenheit mehr.
Interessant ist, dass bei allen in der Zeitung vorgestellten Autos neben den üblichen Angaben wie der Fahrleistung sowohl der Verbrauch als auch der CO2-Ausstoss pro Kilometer und die Energieeffizienzklasse angegeben werden.
Natürlich werden im Autosalon auch wieder neue Autos mit einem Spritverbrauch jenseits von Gut und Böse vorgestellt. Da diese aber meist so teuer sind, dass sich die eh fast niemand leisten kann, bleibt zu hoffen, dass solche Fahrzeuge nicht zu oft auf unseren Strassen fahren werden. Trotzdem scheint ein leistungsstarker Motor auf viele immer noch eine grosse Faszination auszuüben... verstädlicherweise. Da muss jede und jeder für sich abwägen: sehr viel Power oder viel Umweltschutz (vereinfacht ;-) ). Hoffentlich geht die Tendenz zu zweiterem!
Im gleichen Magazin wird ausgesagt, dass sich folgender Trend herauskristallisiere: "Neuere Autos sind stets umweltfreundlicher als ältere und sie schneiden bei den Crashtests immer besser ab" (SonntagsBlick Autosalon-Extra, S. 37).
Auch das Roadpricing wird diskutiert. Dies ist ein Ansatz, um in den Städten weniger Verkehr zu haben, indem für jedes Auto eine je nach Verbrauch unterschiedliche Gebühr bezahlt werden muss, um durch die Stadt zu fahren. Ein Problem ist meiner Ansicht nach, dass dies zu einer 2-Klassen-Gesellschaft führen könnte: die reicheren fahren mit ihren Autos weiterhin durch eine nun viel weniger befahrene Stadt, während dem sich die ärmeren Bevölkerungsgruppen in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel quetschen müssen. Ich stehe dem Ansatz also skeptisch gegenüber, denn der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit darf nicht vernachlässigt werden.
Quellen:
http://www.motornews.eu/cms/upload/berichte_auto/seat/seat_leon_ecomotive_2.jpg
http://www.autostoc.fr/images/modeles/Peugeot/308/308_5p_gris_alu.jpg
http://www.im-auto.de/newsimage/vw-golf-bluemotion.jpg
http://mediaservice.audi.com/media/urs/e/f/c/l/50148/2008/8PAEHD/14+p5p5/bbo6fa/eil7m0/radcm1.jpg?alt=http://ak4-de.audi.de/img/1pxt.gif

Peugeot 308: 4,7 Liter / 100 km
Auch in höheren Fahrzeugkategorien sind Verbräuche von um die 6 Liter keine Seltenheit mehr.
Interessant ist, dass bei allen in der Zeitung vorgestellten Autos neben den üblichen Angaben wie der Fahrleistung sowohl der Verbrauch als auch der CO2-Ausstoss pro Kilometer und die Energieeffizienzklasse angegeben werden.
Natürlich werden im Autosalon auch wieder neue Autos mit einem Spritverbrauch jenseits von Gut und Böse vorgestellt. Da diese aber meist so teuer sind, dass sich die eh fast niemand leisten kann, bleibt zu hoffen, dass solche Fahrzeuge nicht zu oft auf unseren Strassen fahren werden. Trotzdem scheint ein leistungsstarker Motor auf viele immer noch eine grosse Faszination auszuüben... verstädlicherweise. Da muss jede und jeder für sich abwägen: sehr viel Power oder viel Umweltschutz (vereinfacht ;-) ). Hoffentlich geht die Tendenz zu zweiterem!
Im gleichen Magazin wird ausgesagt, dass sich folgender Trend herauskristallisiere: "Neuere Autos sind stets umweltfreundlicher als ältere und sie schneiden bei den Crashtests immer besser ab" (SonntagsBlick Autosalon-Extra, S. 37).
Auch das Roadpricing wird diskutiert. Dies ist ein Ansatz, um in den Städten weniger Verkehr zu haben, indem für jedes Auto eine je nach Verbrauch unterschiedliche Gebühr bezahlt werden muss, um durch die Stadt zu fahren. Ein Problem ist meiner Ansicht nach, dass dies zu einer 2-Klassen-Gesellschaft führen könnte: die reicheren fahren mit ihren Autos weiterhin durch eine nun viel weniger befahrene Stadt, während dem sich die ärmeren Bevölkerungsgruppen in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel quetschen müssen. Ich stehe dem Ansatz also skeptisch gegenüber, denn der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit darf nicht vernachlässigt werden.
Quellen:
http://www.motornews.eu/cms/upload/berichte_auto/seat/seat_leon_ecomotive_2.jpg
http://www.autostoc.fr/images/modeles/Peugeot/308/308_5p_gris_alu.jpg
http://www.im-auto.de/newsimage/vw-golf-bluemotion.jpg
http://mediaservice.audi.com/media/urs/e/f/c/l/50148/2008/8PAEHD/14+p5p5/bbo6fa/eil7m0/radcm1.jpg?alt=http://ak4-de.audi.de/img/1pxt.gif
1 Kommentar:
Ich hoffe, die Autoindustrie geht weiter in dieser Richtung. Ich denke die untere Grenze ist noch lange nicht erreicht.
Ich habe eine kleine Geschichte vom Mittagstisch:
Wir haben in der Familie gerade über Autos diskutiert und mein älterer Bruder und ich waren uns einig, dass ein Auto nicht viel PS braucht. Uns war viel wichtiger, dass der Verbrauch auf einem Minimum ist.
Mein kleiner Bruder hat aber gleich interveniert und gesagt, dass er schon auf die PS angewiesen sei, wenn er zum Beispiel überholen muss oder aus der Kurve beschleunigen muss.
Ich denke, dass viele Junge Leute so denken. Das Auto ist für sie mehr Spielzeug als Transportmittel. Wenn die Jugend nicht aufgeklärt wird über die Emissionen von kräftigen Autos, wird sich nicht viel ändern. Wahrscheinlich müsste man sogar bei den Werten dieser Jugendlichen beginnen. Was ist wichtig und was nicht???
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