Montag, 19. Mai 2008

Bring- und Holtag

Wie erging es uns bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?

Zum Teil machte es uns etwas Mühe, Gegenstände mitzunehmen. Bei einigen fiel es uns leichter, bei anderen weniger leicht. Dazu kommt, dass wir ja nicht nur den Gegenstand, sondern auch die Zeit, die wir mit dem Gegenstand verbrachten, mitbrachten und uns davon trennten.

Nach welchen Kriterien wählten wir Gegenstände aus?

Bei den Gegenständen, die wir mitbrachten, wählten wir möglichst nützliche Dinge aus, damit die anderen einen Anreiz hatten, etwas mitzunehmen.

Bei der Auswahl der Dinge, die die anderen mitgebracht hatten, wählten wir nach persönlichem Interesse und Geschmack aus. Kriterien waren zum Beispiel der Zustand der Dinge (alt / neu, gebraucht / ungebraucht) oder das Aussehen.


Nehmen wir sie schweren / leichten Herzens mit?

Je nach Erinnerung, welche wir mit dem Gegenstand verbinden, fiel es uns leichter oder schwerer, uns vom Gegenstand zu trennen.


Was löste die Bring- und Holaktion bei uns aus?

Zum Teil hatten wir alle Hemmungen, diese Dinge einfach mitzunehmen. Andererseits hatten wir auch unseren Beitrag an die Aktion geleistet. Wir mussten uns etwas an die Situation gewöhnen, dann ging das mit dem Mitnehmen eigentlich gut.


Was empfinden wir dabei, wenn unsere Gegenstände liegen bleiben?

Es ist schon ein spezielles Gefühl, wenn der Gegenstand, von dem wir uns mit Überwindung trennten, achtlos liegen bleibt. Trotzdem wollen wir diese Gegenstände nicht mehr mit nach Hause nehmen, schliesslich haben wir uns emotional davon getrennt...


Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt?

Wir habe alle mehr genommen als gebracht. Zu Beginn hatten wir etwas Skrupel damit, aber als wir sahen, dass die meisten Leute nichts mehr nahmen und sich schon in der Mensa befanden, nahmen wir halt doch noch ein paar Dinge mit.


Bring- und Holaktion in der Schulpraxis?

Ein Bring- und Holtag könnte im ähnlichen Stil wie an der PH umgesetzt werden. Es müssten dabei jedoch auch die Eltern einbezogen werden. Toll wäre das vielleicht im Rahmen eines ganzen Schulhauses, damit diese Tauschaktion etwas grösser werden würde.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Nachhaltiges Projekt: Müll sammeln im Eselschwanz

Am Mittwochmorgen machten wir uns auf den Weg in das Natur- und 
Landschaftsschutzgebiet Eselschwanz in St. Margrethen. Um etwa 8.30 Uhr ging es los: Wir teilten uns auf, um verschiedenen Wege parallel abzusuchen. Überraschenderweise fand die Gruppe, welchen den schmalen Weg durch den Wald säuberte, mehr Abfall als diejenige, welche den Kiesweg bearbeitete.

Unter unseren Fundstücken befanden sich auch Farbdosen, welche sogar noch Farbe enthielten. Glücklicherweise waren sie aber noch nicht ausgelaufen.

Des Weiteren wurden wir glückliche Besitzer von Plastiksäcken und Nastüchern. Am Schluss hatten wir 4 Plastiksäcke voll mit Abfall, welchen wir in einer Mülltonne entsorgten.

Uns fiel auf, dass an einigen Stellen keine Mülleimer angebracht waren: Dort fand sich dann auch entsprechend eine grössere Menge an Abfall. Dies könnte durch die Investition in einige weitere Mülleimer vermindert werden.

Wir schreckten selbst vor der Säuberung des Sees nicht zurück: kopfüber in der Luft hängend sammelte Linda Bischof Styroporteilchen, gehalten wurde sie von den starken Männern Vasco Selm und Daniel Capovilla :)


Freitag, 11. April 2008

Liebe Studierende, ich lese Ihre Posts mit Interesse. Einerseits stelle ich eine sehr engagierte Auseinandersetzung mit den Themen fest, andererseits werden – natürlich berechtigt - immer wieder auch kritische Beiträge gepostet.

Der Artikel von Herz ist eher komplex. Die umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit verlangt aber eine minimale, aber durchaus grundlegende Wissenschaftsorientierung. So scheint die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.
Wenn Sie die Nachhaltigkeit mit dem Bewusstsein angehen, das es sich hier ja nicht um ein „Schulfach“, ein „Thema“ handelt, sondern eine Notwendigkeit und Strategie, das zukünftige existieren des Ökosystems zu garantieren, dann kann Nachhaltigkeit auch nie abgearbeitet sein, wie das ein „Thema“ sein kann und kann insofern – mindestens in meinen Augen – nicht langweilig werden.

Freundliche Grüsse, Michael Zahner

Montag, 7. April 2008

Dramaturgische Bearbeitung des Themas Nachhaltigkeit

Ich habe mir überlegt, wie Kinder zu begeistern sind. In meinen vergangenen Praktika habe ich festgestellt, dass die Kinder Rollenspiele über alles lieben.
So könnte man zum Beispiel mit den Kinder ein Theaterspiel mit verschiedenen Rollen ausarbeiten. Dieses Stück würde dann auch aufgeführt werden. So befassen sich die Kinder automatisch mit einem Thema, ohne dass sie es merken.
Eine anderes Beispiel wäre eine politische Diskussion. Man könnte den Kindern verschiedene Rollen verteilen, die sie dann in einer Diskussionsrunde spielen könnten.

Mehrperspektivität im Bereich Nachhaltigkeit

Ich finde, auch das Thema Nachhaltigkeit sollte mehrperspektivisch aufgegriffen werden und Fächerübergreifend stattfinden. So könnte ich mir gut vorstellen, dieses Thema gestalterisch umzusetzen oder sogar musikalisch zu untermalen. Über diese Fächer erhalten die Kinder einen viel kreativeren Zugang zum Thema. Und weil viel aus ihren eigenen Ideen entstehen kann, bildet sich auch Wissen, das anhält.

Grenzerfahrung zur Nachhaltigkeit

Ich habe mir mal überlegt, wie man den Kindern die Nachhaltigkeit nahe bringen könnte.
Mir ist aufgefallen, dass viele Kinder und auch Erwachsene, sogar Tiere, über Grenzerfahrungen lernen. Sie müssen den Abgrund sehen, um zu wissen, wo er sich befindet.
Vielleicht wäre es ein nachhaltiger Versuch, mit den Kindern in ein Gebiet oder Land zu reisen, das sich umwelttechnisch an der Grenze bewegt. Durch eine solche Realerfahrung würden die Kinder ein starkes Bewusstsein für die Umwelt entwickeln...
Die Umsetzung eines solchen Experimentes ist eine andere Sache :-)

Auseinandersetzung mit der Zwangsbeziehung zur Nachhaltigkeit

Ich sitze da 
ganz alleine - Jahr für Jahr
finde kaum ein offnes Ohr 
Bleibe vor verschlossnem Tor
Und plötzlich scheint die Sonne
von allen Seiten leuchtet's hell
doch kann ich diese Wonne
halten im scharfen Grell?
Ist's nicht zu viel das will
zu viel das muss?
Ein gewisser Überdruss
Ist gewiss des Todes Kuss.
Drum will ich mich entziehn
will von den Strahlen fliehn.
Versuch dem Drang zu widerstehn
Versuch den Zwang zu hintergehn.
Wenn ichs heil übersteh
kann ich weiter aufrecht gehn...

Wertvolle Zeilen?

Diese Zeilen sind geschrieben
wer sie liest, bestäubt' mit Leben.
Hoch modern und virtuell
verliert das Buch den Stabe schnell.
Nichts das bleibt, in Ewigkeit
Nur gemeint für Nachhaltigkeit.
Die Hoffnung weicht am Schluss
so ein weiser Gruss,
doch hoffe ich auf Taten
die verschmelzen im Gesagten.
So bleibt für mich das Wort,
regungslos am selben Ort.
Nichts kommt weiter
verlässt die Leiter 
in Höhen, die nie scheitern.

Auftrag 2

Didaktische Prinzipien auf dem Plakat Wald und Menschen:


Handlungs- und Reflexionsorientierung

Die Kinder stellten drei Akteuren im Wald (Künstler, Förster, Jäger) Fragen. Hier handelten die Kinder. Die Ergebnisse davon wurden im Schulzimmer aufgenommen und reflektiert.


Entdeckendes Lernen

Als Einstieg ins Thema Wald gingen die Kinder in den Wald. Diese Aktion wurde wöchentlich während dem Thema Wald wiederholt. So lernten sie den Wald mit allen Sinnen kennen.


Vernetzendes Lernen

Die Kinder lernen drei Personen kennen, die im Wald agieren. Ein Künstler, Förster und ein Jäger erzählen ihre Perspektive in Bezug auf den Wald. So lernen die Kinder, dass der Wald verschiedene Bedeutungen für Menschen haben kann und vernetzen dieses Wissen. 


Zugänglichkeit

Das Thema Wald ist für Kinder sehr geeignet, da er Teil ihrer Realität und ihres Erlebnisraumes / Interesses ist. Aus dieser Zugänglichkeit sind sie womöglich intrinsisch motiviert, den Wald zu thematisieren.


Partizipationsorientierung

Durch die Waldbesuche und die Gespräche mit den Akteuren wird dem Kind klar, dass jede Handlung eine Auswirkung auf ihre Umwelt hat.


Verbindung formales - materiales Lernen

Was handelnd bearbeitet wurde (materiales Lernen), wird später im Schulzimmer thematisiert und reflektiert (materiales Lernen).

Auftrag 1

Welche Teilkompetenzen einer BNE wurden mit der Unterrichtseinheit angestrebt (Analyse der auf dem Plakat angegebenen Lernziele):

a.4.) Sie kennen verschiedene maßgebende Faktoren, die die gesellschaftliche Entwicklung beeinflussen und wissen, dass diese Entwicklung aktiv gestaltet werden kann.

a.3.) Sie können ihre eigene Verantwortung für die Bestimmung der Ziele der gesellschaftlichen Entwicklung reflektieren.

a.6.) Sie können verschiedene Gerechtigkeitsvorstellungen und die Legitimität von Bedürfnissen diskutieren.

b.2.) Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiedene Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.

b.5) Sie sind in der Lage, Zielkonflikte und -harmonien innerhalb und zwischen den für die Idee der Nachhaltigkeit relevanten Ziel-Dimensionen sowie zwischen zwischen gesamtgesellschaftlichen und akteurspezifischen Interessen zu erkennen.

c.1) Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen.

c.2) Wissen aus verschiedenen Fachgebieten und Perspektiven verschiedener Akteure zusammenführen.

c.4) Aus gleichem Wissen resultieren verschiedene Entscheidungen; sich davon nicht beeinträchtigen lassen.

c.5) Eigenes Wissen einschätzen und Wissen der Anderen in Beziehung setzen.

d.4) Wie einen eigenen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und entscheiden, ob Einsatz sinnvoll?

d.5) Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

g.2) Entscheidungen zugunsten des Gemeinwohls zu akzeptieren, auch wenn sie eigenen Interessen und Zielen zuwiderlaufen.

g.5) Eigene Meinung begründen und vertreten.

g.6) Argumente anderer unvoreingenommen prüfen und eventuell eigene Argumente revidieren. 




Feuer

Fast schon ein bisschen traurig, aber ich muss gestehen, dass ich keine Zeit hatte bzw. mir keine Zeit genommen hatte, bewusst in die Natur zu gehen und darauf zu achten, wie ich mich fühle.

Es kam immer sehr viel dazwischen, und wenn ich mal Zeit gehabt hätte, war es zu kalt oder zu nass oder beides oder ...

Ich möchte aber doch von einem Erlebnis berichten, welches wirklich immer sehr eindrücklich ist. Und zwar haben Vandon und ich wieder einmal nach langer Zeit ein Feuer draussen in einer Feuerstelle entfacht, und zwar mitten in der Nacht. Feuer sind für mich etwas vom Faszinierendsten, was es gibt, und so war auch dieses Feuer etwas ganz Besonderes. Es wärmt, wenn es rundherum eisig kalt ist, es erhellt die Umgebung und vertreibt die Dunkelheit. Und doch hat es etwas Mystisches an sich. Ich kann jeweils stundenlang einfach ins Feuer starren und denke dabei an nichts, das Feuer zieht mich einfach in seinen Bann. In diesen Stunden kann ich Energie tanken und fühle mich frei...

Sonntag, 6. April 2008

Malwettbewerb für Kinder

Wie in meinen Kommentaren schon erwähnt, finde ich die Thematisierung der Nachhaltigkeit in der Schule zum Teil gekünstelt. Die Kinder wissen zum Teil genau, welche Erwartungen die Lehrperson an sie stellt und deshalb schreiben sie in ihren Aufsätzen zum Beispiel vom Klimawandel. Aber wirklich etwas davon spüren tun sie - zumindest in unserer Gesellschaft - nichts davon.
Wieder komme ich nun auf den Malwettbewerb zum Welt-Umwelttag 2007 zu sprechen (siehe National Geographic April 2008). Es ist sehr eindrücklich, wie Kinder ihr Verständnis zum Klimawandel sehr kreativ zu Papier bringen. Ich denke, für eine Lektion(sreihe) zum Thema Klimawandel könnte man diese Bilder sehr gut verwenden - schliesslich sind sie von Kindern gemalt und regen die Klasse vielleicht zu Diskussionen und schliesslich zu eigenen Produktionen an. Es wäre sicher ein geeigneter und für das eine oder andere Kind vielleicht sogar ein packender Einstieg in dieses Thema. Man könnte die Kinder auch solche Bilder zeichnen und malen lassen und zum Schluss eine Ausstellung machen - so werden vielleicht sogar andere Klassen auf dieses Thema aufmerksam gemacht.

Aktuelles National Geografic!!

Zur Nachhaltigkeit in den Medien habe ich einen interessanten Artikel im aktuellen National Geografic (April 2008) gelesen:
Kinder aus 104 Ländern haben für den Malwettbewerb zum Welt-Umwelttag 2007 Bilder gemalt, die den Klimawandel thematisieren. Ich finde es sehr interessant, wie sehr junge Menschen mit dieser Thematik umgehen. Das folgende Bild hat die 11-jährige Schülerin Charlotte Sullivan gemalt. "Alle Mächtigen der Welt, symbolisiert durch die Figur rechts, können nicht verhindern, dass die Erde aus den Fugen gerät. Jeder Einzelne ist nun aufgerufen, durch sein Handeln etwas gegen den Klimawandel zu tun." Dieses Mädchen hat die Zerstörung der Erde durch den Menschen sehr schön und vor allem originell dargestellt! Ich denke, solche Aktionen hinterlassen einen viel bleibenderen Eindruck bei uns, als "nur" Berichte und wissenschaftliche Tatsachen, die Erwachsene uns näher zu bringen versuchen. Andererseits finde ich es auch ein bisschen traurig, dass uns Kinder darauf aufmerksam machen müssen, wie rücksichtslos wir mit der Erde umgehen...

Natur um mein Zuhause

Und nomol än verspötätä Post:
In den letzten zwei Wochen machte ich viele Spaziergänge mit den Hunden, da meine Eltern in den Ferien sind. Spannend daran fand ich einerseits, wie das Wetter meine Stimmung beeinflusste. Nicht so, dass ich im Regen schlechte und in der Sonne schlechte Laune hatte, aber ich fühlte mich einfach sehr unterschiedlich. Und in den letzten Wochen war das Wetter ja ziemlich unterschiedlich... Der April macht was er will (und manchmal auch der März) :-)
Auch hat mich beeindruckt, wie die Vögel auf die Tageszeit reagieren. Vielleicht meine ich das auch nur, aber am Morgen empfand ich den Gesang der Vögel als intensiver als am Nachmittag oder Abend. Oft blieb ich stehen und freute mich, den Gesang der verschiedenen Meisen, bunter und grüner Spechte, Kleiber, Amseln, Krähen und so weiter zu hören oder diesen Vögeln bei unterschiedlichen Tätigkeiten zuzuhören.
Weitere Tiere, welche ich in letzter Zeit beobachten konnte, war ein Igel, ein Dachs, Rehe und ein Fuchs. Ich freue mich immer, wenn ich auch nachtaktive Tiere sehen kann.
Da wir sehr auf dem Land wohnen, hat die Natur und vor allem auch die Tiere einen wichtigen Platz in meinem Leben. Ich geniesse es, am Abend nach Hause in die Ruhe der Natur zu kehren :-)

Glitzerstifte

Vor einigen Tagen war ich bei meiner Cousine zu Hause. Sie ist 8 Jahre alt und besitzt ziemlich viele Spielzeuge. Unter anderem lag da auf ihrem Schreibtisch eine Packung mit etwa 10 Glitzerstiften drin, in allen Farben. Im ersten Moment freute ich mich darüber, diese Stifte gefielen mir. Dann aber beachtete ich den Preis der Stifte: 10 Stifte kosten 7 Franken! Das heisst, ein Stift kostet 70 Rappen! Ich habe mir so einen Stift dann näher angeschaut und war erstaunt, dass so ein "ausgeklügelter" Stift mit Roller (wie ein Kugelschreiber) und dieser Glitzertinte nur 70 Rappen kostet! Natürlich wurde dieser Stift in China hergestellt und musste den ganzen Weg von dort hierher gebracht werden - auch in diesen 70 Rappen inbegriffen!

Alles, was ich daraus schliesse, ist, dass etwas nicht stimmt. Für sehr wenig Geld wird ziemlich viel Aufwand betrieben: Herstellung an einem günstigen Produktionsort und Transport von dort zum Verkaufsort. Ich denke, an diesen Abläufen waren einige Leute beteiligt, die für einen recht tiefen Lohn arbeiten müssen. Ebenfalls frage ich mich, ob es nachhaltig ist, tausende von Produkte von Asien nach Europa zu importieren...

Montag, 17. März 2008

Beziehung zur Natur / Vandon Wo.12

Für heute Abend hatte ich mir vorgenommen im Naturschutzgebiet "Eselschwanz" in St. Margrethen ein paar Runden zu joggen. In der Regel drehe ich meine 3 Runden und werfe mal ab und zu einen Blick auf den See. Doch heute war alles anders. Es begann damit, dass ich während dem Laufen 2 Graureiher beobachten konnte, wie sie in den Wipfeln einer Fichte ihr Nest bauten. Als ich weiter wollte überquerte ein Höckerschwanenpaar meinen Weg. Ich musste anhalten und Abstand bewahren, da das Männchen auf mich zukam. Ich entschloss mich darauf hin, über den Wald einen Bogen um das Päärchen zu ziehen. Die Tierbegegnungen gingen weiter. Vor mir ging eine Erdkröte ihres Weges und als ich wieder auf den usprünglichen Weg zurück kam, entdeckte ich einen gefällten Baum, der vor einer Woche noch gestanden war; die Spuren am Stamm waren eindeutig von einem Biber. Nach so vielen Überraschungen beschloss ich von nun an zu gehen anstatt zu laufen. Im nahe gelegenen Weiher paarten sich Grasfrösche und Bergmolche. Ich musste mir selbst eingestehen, dass ein Spaziergang dieser Art vielleicht mehr Erholung bietet als eine gestresste Joggingrunde.
Ich habe bemerkt, dass ich in der Vergangenheit einfach krampfhaft meine Runden gedreht hatte und völlig "blind" durch das Naturschutzgebiet gehetzt bin. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn ich mir ab und an eine Runde gönnen würde, um die ganze Tierwelt wahrzunehmen. Ob ich dabei aber Fett verbrenne, sei dahingestellt.

5. Wochen-Impuls / Woche 12/13 (17.3.-28.3.)

Ist von der PH!
Meine Beziehung zur Natur
Über die Ostertage habe ich vielleicht die Möglichkeit, Natur wieder ganz anders und neu zu erfahren. Ich nehme mir in den kommenden zwei Wochen bewusst Zeit, mich wenigstens eine Stunde lang „in die Natur zu setzen“ (am See, an einem Bach, unter einen Baum, in die Sonne, mit dem Blick in die Ferne) oder irgendwo hin zu wandern/zu spazieren und dabei alles um mich herum still und achtsam wahr zu nehmen. Was mache ich dabei für Begegnungen? Was löst dieses bewusste Wahrnehmen von Natur in mir aus? Was bedeutet es mir, dass ich Teil dieser grossen Natur bin? Wie fühle ich mich mit ihr verbunden?
Für diesen Wochenimpuls haben ie Zeit bis zum 28. März. Frohe Ostern!

Mittwoch, 12. März 2008

Nachhaltigkeit in der Schule / Vandon Wo. 11

Welche Impulse gibt mir dieser Artikel für meinen zukünftigen Unterricht?

Der Unterricht mit der Agenda 21 bedient sich der Emotionen, welche als Bilder um die Welt kursieren. Emotionen wecken in diesem Moment Betroffenheit und Betroffenheit weckt Interesse. In diesem Sinne gilt das Interesse als intrinsischer Motivator zu verstehen. Es geht um die Realität und nicht nur um Facts aus Büchern. Deshalb ist die Arbeit mit der Agenda 21 ein Medium, welches den Kindern vermittelt, dass es dabei um sie selbst geht; nicht um Geschichte oder Geografie, sondern um ihre Zukunft und um das Bilden einer persönlichen Meinung und Urteilsfähigkeit.
Die Kinderagenda zeigt mir auf, dass es sehr wohl möglich ist „Erwachsenenthemen“ mit Kindern zu bearbeiten – es kommt eben darauf an, wie die Materialien aufgemacht werden und die Inhalte erarbeitet werden.
Interessant habe ich den Abschnitt gefunden, bei dem es darum ging, die behandelten Themen in die Öffentlichkeit hinauszutragen – sprich, einen Stand oder ein Schaufenster im Kaufhaus zu unterhalten. Die Kinder arbeiten nicht nur für die Sache sondern für die Bevölkerung und erfahren sich dabei als wirksam. Dennoch bezweifle ich, dass dies von langfristigem Erfolg gekrönt sein wird, da Konsumtempel doch eher zum Einkaufen gedacht sind als für das „Sich-Einlassen-auf-Weltthematiken“. Die Menschen wollen konsumieren und nicht produzieren.
Wohl eher stimme ich dem zu, dass das Schulhaus zum „Ort der Nachhaltigkeit“ werden soll. Diesen Gedanken sollte ich womöglich noch etwas weiter ausführen: Das Schulhaus selbst könnte als Informationsplattform für die Öffentlichkeit dienen. Periodisch liessen sich im Schulhaus Informationsveranstaltungen oder -tage unter einem bestimmten Motto durch die Schülerschaft durchführen, welche der breiten Öffentlichkeit zugänglich wären. Von den Medien getragen, würden diese Veranstaltungen schnell publik werden; nach dem Motto: „Schaut rein und seht, wofür wir uns (Lernende) interessieren und was wir euch zu sagen haben“.


Was werde ich als erstes in meinem zukünftigen Berufsfeld umsetzen?

Als realistisch empfinde ich es, dass die Agenda nach einer einmaligen Einführung ein Mal pro Woche, kurz aber prägnant, zur Hand genommen wird und mit einem Thema aus den Medien konfrontiert wird. Welche Themen aus den Medien betreffen die Agenda? Welche Bereiche werden angesprochen und wie entwickeln sich die Dinge in Zukunft? Durch die wöchentliche Auseinandersetzung im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Kinder in ihrem Denken in Bezug auf die Nachhaltigkeit sensibilisiert, so dass sie in jedem Aspekt der Realität eine potenzielle Verbesserung sehen können, was sie dazu anregen „könnte“ ihr Verhalten zu ändern und für neue „nachhaltige“ Ziele einzustehen. In diesem Sinne würden die Kinder nicht einfach nur Nachhaltigkeit als Begriff lernen, sondern die Nachhaltigkeit in ihr Leben integrieren.

Nachhaltigkeit und Schule

Der sehr ausführliche Artikel von Otto Herz (siehe Posting mit dem Wochenimpuls) listet viele Ideen, wie eine "Agenda-Schule" aussehen könnte.

Ohne gleich die ganze Schule umbauen zu müssen. kann man auch schon im Unterricht selbst beginnen. Etwas, das ich persönlich sicher umsetzen werde, ist, dass die Themen (voraussichtlich vor allem die in M+U) auch aus Sicht der Agenda 21 beleuchtet werden.

Die Fragen, die sich der Autor dabei für den Unterricht vorstellt, sind folgende:

  • Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?
  • Was werden die Folgen des Handelns und des Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Welt?
  • Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der globalen Gerechtigkeit?

Um auch konkret zu handeln und das Ganze nicht zur Farce verkommen zu lassen, muss natürlich auch in der Schule selbst etwas getan werden. Das könnte man durchaus als klassen- und fächerübergreifendes Projekt aufgleisen. Die Frage wäre: "Wo können wir selbst als Schule nachhaltiger, im Sinne der Agenda 21, handeln?".
Verschiedene "Fachgruppen" könnten Ideen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten sammeln, danach präsentieren und am besten auch umsetzen.

Die Ideen der Agenda, der Kinder und der Lehrpersonen und die Projekte im Schulhaus sollten einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Einerseits hat man so einen grösseren Ansporn (wer will schon vor die Öffentlichkeit treten und mitteilen, dass alle vorgenommen Massnahmen gescheitert sind), andererseits wird so das Bewusstsein ausserschulischer Personen für das Problem geweckt, so dass die Wirkung noch grösser wird.

Man kann sich also vieles vorstellen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir Lehrer und Lehrerinnen auch diesen Teil unserer Verantwortung wahrnehmen und den Kindern etwas mitgeben können.


Anmerkung: Der Text ist meiner Meinung nach sehr schwer verständlich und kompliziert, ich habe ihn nur grob überflogen. Ich frage mich, wer einen solchen Text freiwillig liest. Um auf ein Thema aufmerksam zu machen und etwas zu bewegen, braucht es kurze, prägnante, anschauliche und gut designte Informationen!

Kritik: Nachhaltigkeit des Themas Nachhaltigkeit?

Bevor ich zum "Auftrag" komme einige Gedanken:

Ich muss bei mir feststellen, dass das Thema der "Nachhaltigkeit" für mich schon massiv an Interessantheit verloren hat. Nicht, dass mich das Thema nicht grundsätzlich beschäftigen würde, aber es kann auch zu viel werden. Und dieses Stadium habe ich wohl schon erreicht. Habe ich nun keine Ausdauer? Wahrscheinlich.

Das ist wohl das Problem des "Verleidens", wenn man sich immer wieder mit etwas beschäftigen muss. Ich verstehe das - Schule (und Studium) funktioniert so, man kann nicht immer machen, was einem gerade selbst interessiert oder beschäftigt.

Nur zerstört das Müssen allzu oft die Begeisterung, so geschehen bei den unzähligen (eigentlich sehr guten) Büchern, die man im Verlaufe der Schulzeit lesen muss, und die man deswegen später nie mehr anfassen möchte.

Nachhaltigkeit - an sich sicher sehr wichtig. Aber wie nachhaltig ist eine so ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema?