Wenn man sich die Entwicklung eines Computers anschaut, dann beginnt diese wohl zuerst einmal bei den Ingenieuren und Designern. Interessanterweise haben diese ihre Arbeitsstelle häufig immer noch in den Industrienationen, bei Apple hat die Design- und Entwicklungsabteilung zum Beispiel ihren Sitz im Hauptquartier in Kalifornien.
Dies sieht dann so aus:

Die Box rechts ziert den Spruch "Designed by Apple in California".
Nun ist "Designed by" aber nicht das gleiche wie "Made in". Ich habe mir einmal die Verpackung meines iPods genauer angeschaut. Da steht ganz klein auf der Unterseite "Assembled in China", zu Deutsch "Zusammengebaut in China". Eigentlich nicht überraschend, denn ich schätze mal 90% aller elektronischen Geräte kommen aus Asien.
Bis ich meinen Computer in der Hand habe, sind also Designer, Ingenieure, Entwickler und Leute, die die Geräte zusammenbauen, am arbeiten gewesen. Aber das ist natürlich noch nicht alles. Schaut man sich auch die Rohstoffe an, die verbraucht werden, kommt mir als erstes Öl in den Sinn (für einige Kunststoffe). Diese Rohstoffe werden abgebaut, transportiert, umgewandelt usw. Für all dies braucht es Menschen mit den verschiedensten Aufgaben.
Die Produktion, zum Beispiel die Bestückung der Platinen, läuft automatisch ab, Menschen werden höchstens noch zur Kontrolle gebraucht. Beim Zusammenschrauben der Rechner braucht es die menschliche Arbeitskraft wieder. Der Versand erfolgt dann erneut weitgehend automatisch, bis auf Piloten und Lieferanten, die das Paket transportieren.
Erfolgt der Verkauf in einem Geschäft, sind Verkäufer da, die beraten und die Zahlung abwickeln. Ein Chef und jemand, der für den Einkauf verantwortlich ist, mussten entscheiden, ob sie das Gerät in ihr Sortiment aufnehmen wollen.
Wird über das Internet eingekauft, entfallen noch mehr Schritte. Der Hersteller liefert direkt ab Lager mit einem Postdienst zu einem nach Hause. Jemand, der die Pakete rausgibt und ein Kurier sind dann noch die einzigen, mit denen ich in Beziehung stehe.
Man sieht, beim Beispiel eines Computers sind viele Schritte schon völlig automatisiert. Der Mensch wird gebraucht, wenn etwas Neues erschafft werden soll (Design, Entwicklung) oder zur Kontrolle von Abläufen (bei der Produktion).
2 Kommentare:
Einleuchtend, wie du die Entwicklung eines Laptops geschildert hast. Was mir persönlich auffällt ist, dass allen voran Apple mit einem Design besticht, das einzigartig ist – ob dies in erster Linie der Faktor für den Erfolg ist? Konntest du auch herausfinden, ob sich die Kaufpreise schlussendlich mit all den Schritten rechtfertigen oder sind sie nach wie vor zu hoch, ev. sogar zu tief, angesetzt?
Ich hoffe, du findest den Laptop der auch deine Philosophie bezüglich nachhaltiger Produktion und Vertrieb vertritt.
Hallo dome
Das mit deinem Laptop habe ich ja mitbekommen per Mail. Ich glaube, wenn mein Laptop jetzt den Geist aufgeben würde, dann würde ich irgend eine "Schrottgibä" vom Laptop-Friedhof retten und diese richtig ausschlachten. Denn du weisst ja nie, ob du von deinem Arbeitgeber im Sommer einen schulinternen Laptop zur Verfügung gestellt bekommst. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei euch Typ A auch verbreitet ist, aber ich denke, in modernen Schulgemeinden ist das auch so. Oder vielleicht gibt es so eine Energieetikette auch für Laptops (wie bei Autos)… Der Hauptfresser an Strom ist auf jeden Fall das Ladekabel. Ein enormer Wärmeverlust findet dort statt und Wärme= Energie in diesem Fall. Also: Entweder heizen mit dem Ladekabel oder einen guten Akku beschaffen ;-)
Daniela Wild
LG05F
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