Montag, 18. Februar 2008
Impuls Wo. 8 - von Vandon
Ich habe das Gefühl, dass die Energiepolitik in der Ostschweiz zu wünschen übrig lässt. Wenn ich mit dem nahe gelegenen Deutschland vergleiche, wo praktisch jedes zweite Hausdach Solarpannels montiert hat, so frage ich mich: Wie wird das Geld in der Schweiz im Sinne der Nachhaltigkeit investiert?
6 Kommentare:
Häufige Kritik: Die Produktion der Panels braucht sehr viel Energie und der Wirkungsgrad ist gerin (max. 30%).
Wikiepdia meint dazu:
"Bei einem Einsatz in Deutschland wird die Energie, die zur Herstellung einer Photovoltaikanlage benötigt wird, in zwei bis sieben Jahren wieder hergestellt."
Also ist diese Art der Stromerzeugung tatsächlich nachhaltig.
Ob die Panels zu teuer und aufwändig sind hin oder her - die natürliche Energie wird einfach zu wenig genutzt. Insbesondere die Sonnenenergie, die ist ja enorm! Technisch sind wir ja so fortgeschritten, wieso ist es nicht möglich, bessere Solarzellen herzustellen? Wahrscheinlich weil das Geld anderswo verschwindet.
Ein weiteres Thema ist die Autoindustrie. Da geschieht einfach nichts - ausser Produktion, Verkauf, Ölverschwendung. Wie wäre es mit einer Limite an Liter Benzin die verbraucht werden dürfen? Wieso fahren alle mit riesigen mostfressenden Jeeps in der Gegend rum? Es wohnt wohl niemand in so unwegsamem Gelände dass das nötig wäre... Aber ich bin ja mal gespannt was passiert, wenn das Öl tatsächlich mal ausgeht. Wahrscheinlich gibt es dann plötzlich Solarautos oder andere Energiequellen die genutzt werden. Ich glaube sogar, die Autoindustrie hat solche Ideen schon im Hinterkopf (sprich: eingekauft) und wartet bis das Öl aus ist. Ein Hoch dem Kapitalismus!!!
Ich bin auch der Meinung, dass die natürlichen Energiequellen viel zu wenig genutzt werden.
Zum Beispiel könnte man in einer der grossen Wüsten dieser Erde eine riesige Anlage erstellen, die mit Solarpanels Unmengen an Strom erzeugt. Diesen Strom könnte man dann in die ganze Welt verteilen.
Warum wird das nicht gemacht? Weil die Konzerne immer nur das Geld im Kopf haben. Um eine solche Anlage zu bauen, müssten sie Geld investieren, aber das machen sie nicht. Solange das Öl kostenlos aus dem Boden sprudelt, solange werden es die alternativen Energien schwer haben. Leider.
Am schlimmsten finde ich die Regierungsvertreter, die den nahenden Weltuntergang ankündigen und Ängste schüren, aber wenn es dann mal darum ginge, Autos zu verbieten, die viel Sprit verbrauchen, oder bindende Gesetze zu erlassen, ziehen sie den Schwanz ein und kriechen den Konzernen in den A*****.
Ich denke auch, dass jede und jeder Einzelne bei sich selbst beginnen sollte. Es lassen sich sparsame, leichte und leise Autos kaufen, das Haus kann mit Erdwärme geheizt und mit Solarpanels mit Energie versorgt werden.
Dies würden mehr Leute auch machen, wenn sie dafür Steuererleichterungen oder Zuschüsse er$halten würden. Gibts in der fortschrittlichen Schweiz aber nicht.
Zu diesen Tatsachen sind wir uns also ziemlich einig, und wahrscheinlich würden uns 95% der Leute zustimmen. Trotzdem passiert nichts spürbares - und das macht irgendwie wütend, nicht?
Die Frage ist jetzt ja, ob wir an diesem Zustand etwas ändern können, wenn wir in der Schule Bildung für eine nachhaltige Zukunft machen. Können wir den Kindern wirklich ein gutes Vorbild sein? Denn das müssen wir, wenn wir wollen, dass die Kinder auch so leben. Aber wenn wir ehrlich sind fahren wir doch auch öfter Auto als nötig, stellen vielleicht nicht immer das Wasser ab beim Duschen und verkleinern den Abfallberg nicht unbedingt so sehr wie es möglich wäre...
Wie soll sich so wirklich und konkret etwas ändern?
Ich habe das Gefühl, dass wir uns schwerer tun, als uns wirklich zusteht. Eine der Blockade bei mir selbst etwas zu verändern, ist, dass ich mich ständig mit anderen vergleiche. Aha, der tut dies, die tut das...und ich. Auch Länder vergleichen sich untereinander und haben das Gefühl: ja was bringt es, wenn wir etwas verändern, währenddessen die Amerikaner und Chinesen beim Alten bleiben. Eigentlich kann es uns in erster Linie egal sein. Wir müssen das tun, was wir können. Nicht nur um die Umwelt zu schonen, sondern auch um unser Gewissen zu beruhigen. Mit einem schlechten Gewissen ständig durchs Leben gehen, ist etwa gleich wenig lebenswert, wie in einer "kaputten" Umwelt zu leben - beides macht krank.
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